IG Metall sucht den Dialog mit dem Bürger

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Mit einem Fragebogen in der Hand suchten Gewerkschaftssekretär Volker Kohlisch und seine Kollegen von der IG Metall am Mittwoch am Info-Truck auf dem Marktplatz das Gespräch mit den Bürgern. Foto: Abels

Düren. „Mehr als 90 Prozent unserer Mitglieder wollen von der Politik aber auch von uns Antworten auf mögliche Ausstiegsszenarien vor Erreichen der Rente mit 67“, erklärt Volker Kohlisch,

Gewerkschaftssekretär in Düren. Das hat die Beschäftigtenbefragung der Gewerkschaft im vergangenen Jahr ergeben. Denn die gerade erst beschlossene 63er Regelung komme ja nur für die Beschäftigten infrage, die 45 Beitragsjahre nachweisen können. Über Stress aber würden auch andere klagen.

„Und dass nicht nur im produzierenden Gewerbe, sondern auch in Büros“, erklärt Kohlisch, der davon ausgeht, dass die Gewerkschaften Antworten in kommenden Tarifauseinandersetzungen mit den Arbeitgebern suchen werden. Was die Beschäftigten darüber hinaus interessiert, vor allem die Jüngeren, ist die Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, unterstreicht der Gewerkschaftssekretär. Dabei geht es um Teilzeitmodelle, die Elternzeit und die Frage der Qualifizierung nach einer vorübergehenden Auszeit.

Am Mittwoch diskutierten die Metaller diese Ergebnisse und andere Zukunftsfragen mit Dürener Bürgern an ihrem Info-Truck. „Wir machen als IG Metall nicht nur Tarifpolitik“, erklärte Kohlisch. „Wir haben auch gesellschaftspolitische Vorstellungen.“ Passanten hatten auf dem Dürener Marktplatz die Möglichkeit zu beantworten, was sie bewegt; wie wichtig oder weniger wichtig ihnen die Themen der IG Metall sind – angefangen bei unbefristeten Arbeitsverträgen, gleicher Bezahlung von Männern und Frauen, besseren persönlichen Bildungs- und Aufstiegschancen bis hin zu altersgerechten Arbeitsplätzen, einem zukunftsfesten Rentensystem und der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Kampagne der IG Metall läuft bis Jahresende bundesweit. Die Ergebnisse will die Gewerkschaft in die kommenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie mitnehmen, die im kommenden Jahr auf dem Programm stehen.

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