„Ich soll mir die Leute einfach nackt vorstellen“

Letzte Aktualisierung:
11637426.jpg
Mit Lampenfieber kämpft der Dennis angesichts seines ersten Solo-Programms „Der Dennis – Leider nein! Leider gar nicht!“ nicht. Foto: Torben Köster

Düren. Eigentlich ist Dennis ein ganz normaler Maurerlehrling und Berufsschüler aus Hürth, der bei seiner Oma Claudia lebt. Ein wenig begriffstutzig vielleicht, aber liebenswert. Vielen Radiohörern ist er bekannt von seinen täglichen Anrufen beim Sender „1Live“. Auch im Fernsehen versprühte er unter anderem bei „Switch Reloaded“ seinen ganz besonderen Charme.

Den will er auch am Samstag, 5. März, bei seinem Gastspiel in der Arena Kreis Düren unter Beweis stellen. Hinter der Kunstfigur Dennis steht der Kölner Künstler Martin Klempnow. Mit seinem Alter Ego Dennis sprach unsere Mitarbeiterin Gudrun Klinkhammer über Perspektiven für den Schulunterricht, seinen ganz persönlichen Bildungsauftrag und sein erstes Solo-Programm „Der Dennis – Leider nein! Leider gar nicht!“.

Der Alltag als Schüler der Pierre-Littbarski-Berufsschule scheint anstrengend, obwohl Du als Dennis am Unterricht ja nicht immer teilnimmst, zart ausgedrückt könnte man es auch als „Schulschwänzen“ bezeichnen. Was empfiehlst Du den Schülern in der Realität? Wie können diese dem Druck an Schulen standhalten?

Dennis: Ich würde lieber den Schulen empfehlen, dass die endlich eine Steckdose an jedem Sitzplatz für jeden Schüler einbauen, damit man sein Handy immer laden kann, dann kommen mindestens 102 Prozent mehr Schüler in die Schule.

Der Dennis versucht stets cool zu sein und reich auszusehen? Ist das nicht stressig?

Dennis: Ja, schon, aber ich tue das für alle Mädchen da draußen an den Bushaltestellen, oder die in den Gängen der Schule zusammenstehen, um wichtige Themenbereiche des Alltags zu besprechen. Die sollen denken: „Der Dennis sieht voll reich aus, das Leben hat wieder einen Sinn, jetzt lerne ich für die Schule.“ Ich sehe das als Bildungsauftrag.

Wie wird es mit dem Dennis auf lange Sicht weitergehen? Wird er sein Leben in den Griff bekommen? Wird er Maurergeselle mit Auszeichnung werden?

Dennis: Auch eine gute Idee. Aber ich bleibe beim Ausbildungspraktikumssozialstundenintegrationsberufsvorbereitungsjahr als ein Maurer, wir sind die Coolsten.

Du stehst jetzt zum ersten Mal alleine auf großer Bühne mit einem abendfüllenden Programm, hattest Du Lampenfieber? Und wenn ja, wie bekämpfst Du das vor deiner Show?

Dennis: Meine Oma Claudia hat immer gesagt, dass ich mir die Leute einfach nackt vorstellen soll, aber dann habe ich einen roten Kopf bekommen und musste lachen. Aufgeregt brauche ich auch nicht sein, weil die Leute immer nett sind.

Was sagt Dir Düren, wo du am 5. März mit deinem ersten Solo-Programm auftreten wirst? Kennst Du diese Stadt?

Dennis: Nach Düren komme ich immer gerne – Sonne, Strand und Meer! Außerdem war ich schon mal hier: Ich wollte ins Outlet-Store nach Holland fahren, bin aber irgendwie – ohne es zu merken – in Düren gelandet. Der Mann vom Sportgeschäft hat sich voll gefreut, ich dachte, das wäre der Outlet-Laden und habe gekauft.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert