i-Dötzchen: Taxi zur Schultür birgt Gefahren

Von: Sarah Maria Berners
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Mit roten Mützen mahnen die i-Dötzchen der Klasse 1a an der Paul-Gerhardt-Schule zur Vorsicht. Foto: Sarah Maria Berners

Kreis Düren. „Die Eltern fordern zu Recht, dass die Leute langsam fahren und achtsam sind. Aber nicht selten verursachen sie selbst gefährliche Situationen für die Kinder“, weiß Norbert Eskens, der Vorsitzende der Verkehrswacht Düren. So komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen auf den Straßen vor Schulen, weil Eltern ihre Kinder mit dem Auto direkt vor die Türe bringen würden.

Das ist auch an der Dürener Paul-Gerhardt-Schule ein bekanntes Phänomen: Dabei sind die Schilder, die ein absolutes Halteverbot anzeigen, nicht zu übersehen.

Wer einmal in die Hocke geht, sieht, wie sich die Verkehrssituation für Kinder darstellt. Wo die Autos schon in zwei Reihen stehen, ist es für sie kaum einsehbar, ob sie die Straße sicher überqueren können oder nicht. „Und auch das Aussteigen im fließenden Verkehr ist gefährlich, weil Kinder manchmal einfach loslaufen“, betont Konrektorin Annegret Milcher. Der kürzeste Weg sei nicht immer der sicherste.

„Wir müssen uns in die Lage der Kinder hineinversetzten. Sie sehen die Welt anders als wir“, sagt Norbert Eskens. Und Konrektorin Annegret Milcher ergänzt: „Wir üben mit den Kindern den Schulweg und erklären ihnen, worauf sie achten müssen.“ Aber Kinder seien nun mal Kinder. Sie handeln spontan und nicht immer ist vorhersehbar, was sie tun.

Vor allem in diesen Tagen, wo mit den i-Dötzchen viele neue Verkehrsteilnehmer auf den Straßen unterwegs sind, gelte es vorsichtig zu sein, mahnt Norbert Eskens. Um die Autofahrer und die autofahrenden Eltern zu Vorsicht und Achtsamkeit zu mahnen, hat die Verkehrswacht am Donnerstag 1200 Schüler mit den leuchten roten Mützen ausgestattet. Die Kappen besagen: „Brems Dich! Schule hat begonnen.“

Für die Sicherheit der Schüler sorgen im Südkreis mehr als 150 Lotsen. „Wir freuen uns immer über weitere Lotsen. So sinkt die Belastung für jeden einzelnen“, erklärt Norbert Eskens. Die Verkehrswacht stattet die Lotsen mit leuchtender Kleidung aus.

Edwin Eberwein ist ein solcher Lotse – und das Verhalten der Autofahrer lässt ihn so manches Mal den Kopf schütteln, wenn er mit der Kelle eine sichere Straßenüberquerung ermöglichen will. „Manchmal halten Eltern auch direkt auf dem Zebrastreifen“, weiß Edwin Eberwein, der sich gerne für die Sicherheit der Schulkinder engagiert. Wer Lotse werden will, kann sich mit den Schulen in Verbindung setzen.

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