Düren - Hundetrainer Martin Rütter weckt Verständnis für Vierbeiner

Hundetrainer Martin Rütter weckt Verständnis für Vierbeiner

Von: jul
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„Keine Angst, der tut nichts“: Hundetrainer Martin Rütter in der Arean Kreis Düren. Foto: jul

Düren. Sonntags im Park: Ein Jogger spult unbefangen sein Trainingsprogramm ab, Runde für Runde, Kilometer für Kilometer – bis er unterbrochen wird. Unterbrochen von einem wildfremden Hund, der ihn anspringt, kläfft und um ihn herumläuft. „Der tut nichts“, schallt es aus der Entfernung.

Zugegeben, die beschriebene Situation ist stark klischeebehaftet doch nicht ganz zu unrecht. Das weiß auch Martin Rütter, im Privatfernsehen praktizierender Hundetrainer, der für eine ausverkaufte Arena Kreis Düren sorgte. Mit seinem Programm „Der tut nix“ reist der Hundeprofi aktuell durch die Nation und benutzt die stereotype Situation im Park als Ausgangslage seiner Darbietung.

Auf der Bühne dominieren eine übergroße Parkbank mit Laterne, an deren oberen Ende sich ein Läufer festkrallt, um Schutz vor dem unten stehenden Hund zu finden, das Bild. Im Hintergrund sind Bürotürme der Großstadt zu erkennen. „Die Menschen haben das Bedürfnis, ihren Hund zu verharmlosen“, erklärt Rütter gleich zu Beginn. Warum? „Aus Liebe.“

Viel zu oft, so Rütter, würden die Leute Probleme mit ihrem Hund nicht richtig erkennen. Martin Rütter spricht aus Erfahrung. Seines ganzes Programm basiert auf diesen Erlebnissen. Er plaudert ein wenig aus der Westentasche über seine Trainingsstunden, bringt Witz in die Geschichten mit ein. Das gefällt den Leuten, lockert die Stimmung und ebnet den Weg für das eigentliche Ziel: Martin Rütter will mit seinem Programm Verständnis für das Verhalten von Hunden schaffen und dieses auch erklären.

Mit viel Humor gelingt ihm dabei die Personifizierung der Tiere und die Übertragung in unsere Gesellschaft. Da wird der Schäferhund zum Polizisten, der im Park immer versucht, die Kontrolle und Ordnung zu bewahren. Rütter wählt diese Herangehensweise, um danach an die Zuschauer zu appellieren: „Hunde müssen sozialisiert werden. Es gibt eine hündische und eine menschliche Betrachtungsweise, wir müssen uns mit den rassetypischen Phänomenen auseinandersetzen“, lauten Parolen, die das Programm interessant machen.

Denn auf der einen Seite stehen die komödiantischen Aspekte, die lebhaft serviert werden und leicht zu verdauen sind. Auf der anderen Seite, und das stellt Rütter ausgewogen dar, steht die ernste Sichtweise. Das, was man aus dem gut zweistündigen Programm mitnimmt und behält. Das, was vielen Menschen so nicht bewusst war. Dem Publikum gefällt diese Mischung. Immer wieder honoriert es sie mit Applaus.

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