Kreis Düren - Hunderte frustrierte Bürger kehren ohne Karte heim

Hunderte frustrierte Bürger kehren ohne Karte heim

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Lange Schlange: Das Kreishaus
Lange Schlange: Das Kreishaus platzte am Donnerstag aus allen Nähten. Um 18 Uhr waren die 2000 verfügbaren Karten bereits weg. Viele Enttäuschte blieben zurück.

Kreis Düren. Die Ausgabe der begehrten Karten für die Kreis-Düren-Tage hat erneut großen Unmut ausgelöst und hunderte frustrierte Bürger hinterlassen, die sich am Mittwochabend vergeblich in die Schlange der Wartenden vor dem Kreishaus eingereiht hatten.

Ab 18 Uhr sollten die Tickets für die beiden Ausflüge zur Bundesgartenschau nach Koblenz am 17. und 18. Juli verkauft werden. Doch zu diesem Zeitpunkt platzte das Kreishaus längst aus allen Nähten.

Das Angebot, für ganze neun Euro mit dem Sonderzug nach Koblenz zu fahren - inklusive Eintritt, Führung und Fahrt mit der Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein -, hatte bereits am Morgen die ersten Interessenten angelockt.

Seit 10 Uhr vor dem Kreishaus

Um 10 Uhr schlugen Peter Moritz und Arnold Zumkier aus Ellen als erste vor dem Kreishaus „ihre Zelte auf”. Um 14 Uhr warteten bereits 70 Personen auf den Verkaufsstart, eine Stunde später reichte die Schlange quer durchs Kreishaus bis ins Erdgeschoss. Und minütlich wuchs sie weiter. Stühle gab es längst keine mehr. Um 16 Uhr, berichtet Kreispressesprecher Josef Kreutzer, „war offensichtlich, dass die Nachfrage weit größer als das Angebot sein würde. Auf den Gängen wurde die Luft stickig, während sich die Schlange auf dem Vorplatz krümmte”.

Um etwaigen Schwächeanfällen vorzubeugen und allen eine unnötige Stunde Wartezeit zu ersparen, eröffnete Landrat Wolfgang Spelthahn um 17 Uhr vorzeitig den Kartenverkauf. „Die Reihenfolge der Interessenten stand ja fest”, betont Kreutzer auf Nachfrage: „Es galt ja im Vorfeld der Satz: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.” Schlag auf Schlag wurden die Interessenten in den Sitzungsaal gelassen, den sie wenig später mit ihren Karten wieder verließen. Auf zwei Monitoren im Kreishaus konnte die wartende Menge verfolgen, wie die Zahl der Resttickets in Windeseile zurückging.

Gegen 18 Uhr waren alle 2000 Tickets weg - sehr zum Verdruss der Nichtinformierten auf dem Kreishaus-Vorplatz. Schnell war von „Mauschelei” die Rede, mancher Kreismitarbeiter wurde übelst beschimpft. „Warum gibt es denn jetzt keine Karten mehr, wenn der Verkauf erst um 18 Uhr starten sollte”, lautete immer wieder der Vorwurf.

Die Info, dass auch bei einem pünktlichen Beginn die gleichen Bewerber zum Zuge gekommen wären und viele eine weitere Stunde vergeblich gewartet hätten, kam bei vielen nicht an. „Ich habe Verständnis für jeden, der vergeblich gewartet hat. Aber so unberechtigt der Vorwurf der Mauschelei in der Vergangenheit bei unseren Telefonaktionen war, so unberechtigt ist er auch diesmal”, betont Spelthahn. Leider lasse sich die Zahl der Plätze in den beiden Sonderzügen nicht erweitern.

„Das ist wie bei einem Konzert. Wenn die Halle voll ist, gibt es keinen Einlass mehr.” Und so mussten viele am Mittwochabend enttäuscht den Heimweg antreten, vor allem Berufstätige, die keine Chance hatten, sich bereits am Nachmittag für die Karten anzustellen.
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