Hürtgenwalds Feuerwehr schließt Austritte nicht aus

Von: sj
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Kleinhau. Mit einem Befreiungsschlag möchte die Hürtgenwalder Politik die Gemeindefinanzen wieder nachhaltig unter Kontrolle bekommen und Schulden abbauen. Der Hebesatz der Grundsteuer B soll von 475 auf 950 Punkte angehoben werden, parallel dazu sprechen sich alle Parteien für ein umfassendes Sparpaket aus.

Die Schließung des Lehrschwimmbeckens in der Grundschule Vossenack stößt bereits auf Widerstand in der Bevölkerung. Und auch die Feuerwehr ist alarmiert, sie wird die Entwicklungen beim Punkt „Schließung der Feuerwehrgerätehäuser“ genau im Auge behalten.

In einem ersten Entwurf ist klar die Aufgabe des Feuerwehrgerätehauses Straß benannt, um jährliche Einsparungen in Höhe von etwa 7000 Euro zu erzielen. „Dieses Gerätehaus ist Teil des vor zwei Jahren von der Politik beschlossenen Feuerwehrbedarfsplans“, hatte Gemeindebrandinspektor Walter Kurth vor der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses unserer Zeitung erklärt, dass eine Schließung von jetzt auf gleich nicht möglich sei. „Dafür müsste die Politik den gesamten Brandschutzbedarfsplan ändern.“ Generell halte er eine Schließung des Feuerwehrgerätehauses in Straß und damit faktisch eine Zusammenlegung der Löschgruppen Gey und Straß für kontraproduktiv.

Motivationsdämpfer

„Für die Motivation vieler Kameraden dürfte dies eher ein Dämpfer sein“, gab Kurth zu bedenken. Austritte könne er nicht ausschließen. Die Diskussion komme zu einer Zeit, in der versucht werde, neue Möglichkeiten zu finden, die ehrenamtliche Arbeit in der Wehr zu stärken und die Motivation zu verbessern.

Der ursprüngliche Vorschlag, das Gerätehaus zu schließen, wurde dann auch nicht vom Ausschuss behandelt. Die Politik empfahl dem am 17. März tagenden Gemeinderat einstimmig, einen externen Gutachter mit der Überarbeitung des Brandschutzbedarfsplans zu beauftragen. „Ziel ist eine Optimierung der Standorte“, sagte Bürgermeister Axel Buch. „Vielleicht lautet das Ergebnis des Gutachtens ja, dass wir mit Blick auf die Sicherheit der Bürger sogar einen weiteren Standort brauchen“, sprach er sich dafür aus, die Untersuchung abzuwarten und dann zu beraten.

Bei allen Kürzungsvorschlägen stimmten die Ausschussmitglieder auch einmal für Mehrausgaben: 5000 Euro sollen für Aufwandsentschädigungen der Freiwilligen Feuerwehr bereitgestellt werden. Die Höhe der Tagegelder für Lehrgänge, Übungen und Einsätze soll in weiterführenden Beratungen einer Arbeitsgruppe erarbeitet werden und an den nach einer externen Begutachtung optimierten Brandschutzbedarfsplan gekoppelt werden.

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