Kleinhau - Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch stellt seine Ziele vor

Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch stellt seine Ziele vor

Von: sj
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Seit 16 Jahren ist Axel Buch (CDU) Bürgermeister der Gemeinde Hürtgenwald. Foto: Stephan Johnen

Kleinhau. Ob er jemals an seiner Entscheidung gezweifelt habe? „Es war die beste Entscheidung meines Lebens“, sagt Axel Buch, Bürgermeister der Gemeinde Hürtgenwald. Einige Sekunden später korrigiert er seine Aussage lieber noch einmal.

„Es war eine der besten Entscheidungen. Die beste war es, meiner Frau einen Heiratsantrag zu machen“, sagt er und lacht. Seit 1999 ist der 60-Jährige im Amt, zuvor war er als Rechtsanwalt tätig. Die Robe hängte er an den Nagel. Er hätte nichts dagegen, auch ein viertes Mal das Vertrauen der Wähler zu gewinnen.

„Als Bürgermeister hat man die Möglichkeit, etwas zu gestalten, die Entwicklung der Gemeinde beeinflussen zu können“, sagt der Familienvater. Dies sei der besondere Reiz dieser Aufgabe. Angesichts der angespannten Finanzlage vieler Kommunen, die aus Sicht Buchs auch einer „Umverteilung der Schlüsselzuweisungen auf Landesebene in Richtung der Großstädte“ geschuldet sei, gelte es, „immer wieder neue Wege zu finden“, um auch weiterhin etwas bewegen zu können.

„Für die Feier ‚70 Jahre Frieden im Hürtgenwald‘ ist es uns gelungen, erhebliche Sponsorenmittel einzuwerben“, nennt er ein Beispiel. Eine besondere Bedeutung komme auch dem Ehrenamt zu, das es zu stärken gelte. „Ohne ehrenamtliches Engagement hätten wir wohl kein Freibad in Vossenack mehr“, ist Buch überzeugt. In der kommenden Amtszeit möchte er eine Börse für das Ehrenamt aufbauen, indem sich Einzelpersonen und Vereine untereinander helfen sollen. „Eine Stärke dieser Gemeinde ist das sehr konstruktive Miteinander der Menschen“, findet Buch. Oder anders formuliert: Das Dorfleben ist noch intakt.

Im Zuge des demografischen Wandels möchte Buch „das Leben im Alter“ stärker in den Fokus rücken. „Wir wollen als Gemeinde den Menschen beratend zur Seite stehen, Angebot schaffen“, sagt er. Jeder solle „so lange wie möglich“ in den eigenen vier Wänden leben können. Mit dem Vossenacker Altenheim habe die Gemeinde ein Ass im Ärmel.

Mit Blick auf Gemeindeentwicklung schließt Buch neue Wohngebiete zwar nicht aus, „Priorität haben jedoch vorhandene Flächen“. Auch der Altbestand solle nicht aus den Augen verloren werden. „Wir fördern heute schon junge Familien, die ein Haus übernehmen“, sagt er. Diesen Weg wolle er als Bürgermeister weiter beschreiten. Ebenso bleibe der Ausbau Kleinhaus als „Zentrum“ auf der Agenda.

„Die Lage Hürtgenwalds ist Fluch und Segen zugleich“, sagt Buch, der weiß, dass viele Bürger beispielsweise ihre Einkäufe außerhalb der Gemeinde erledigen. Dort, wo sie arbeiten, beispielsweise in Düren. Er ist aber überzeugt, dass das Wohnen in der Natur, bei dem längere Fahrtstrecken dazugehören, auch in Zukunft attraktiv bleibt. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, sich für eine bessere Anbindung der Orte im Rahmen des neuen Nahverkehrsplanes zu engagieren.

Beim Thema Windkraft verteidigt er den eingeschlagenen Kurs in der Gemeinde. Ebenso die Beteiligung an Windrädern. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, in naher Zukunft Ökostrom unter einer eigenen Marke zu verkaufen“, sagt er. Mit einem Preis, der unter dem Marktpreis anderer Anbieter liegen soll. Buch: „Davon können die Bürger profitieren.“

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