Hürtgenwald lotet Schul-Kooperationen aus

Von: sj
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Kleinhau. Dass mit Blick auf zurückgehende Schülerzahlen für die Politik Handlungsbedarf besteht, darüber herrscht auch in der Gemeinde Hürtgenwald Konsens.

Unumstritten ist auch, dass das Schulzentrum in Kleinhau erhalten bleiben soll. Wohin allerdings die Reise möglicher Kooperationen mit Nachbarkommunen geht, ist derzeit noch offen. Der Schulausschuss des Gemeinderates hat nun empfohlen, Bürgermeister Axel Buch in der heutigen Ratssitzung ein Mandat zu erteilen, mit Nachbarkommunen Gespräche aufzunehmen. Buch selbst bat darum. Bislang habe es zwar schon Gespräche gegeben, aber keinen offiziellen Auftrag des Rates dazu.

Diskussionsbedarf gab es bei einem Halbsatz des Beschlussvorschlags aus der Feder der Verwaltung. „Insbesondere die mit der Gemeinde Simmerath begonnenen Gespräche und Überlegungen” sollten „zielführend” fortgesetzt werden. Die SPD wollte den Passus streichen, die CDU betonte, dass alle Möglichkeiten - beispielsweise eine Kooperation mit Kreuzau - offen gehalten werden sollten.

„Sie bringen mich in massive Schwierigkeiten”, sprach sich Buch gegen die Streichung aus. „Ich habe mich im Südkreis noch keiner Gesprächsrunde verweigert”, beteuerte er, alle Möglichkeiten im Blick zu halten. Die Konsultationen mit Simmerath seien zwar noch im Anfangsstadium, aber dennoch „weiter fortgeschritten”. Es habe „ganz konkrete Gespräche” gegeben, mit „Ergebnissen, die sich auch umsetzen lassen”. Bereits bei anderen Schulformen gebe es eine „starke Ehe” mit Simmerath. Eine Gemeinschaftsschule könnte mit zwei Standorten betrieben werden. Auch der Erhalt des Gymnasiums sei ein wichtiger Punkt bei diesen Überlegungen.

Während die SPD anregte, stärker mit dem „zahlenmäßig stabileren Südkreis” ins Gespräch zu kommen, betonte Buch die Vorzüge „bilateraler Gespräche” mit Simmerath. Der mehrheitlich beschlossene Beschlussvorschlag sieht nun Gespräche mit allen Nachbarkommunen vor, „insbesondere mit Simmerath”. Schriftlich fixiert wurde die Absicht, weiter alle Optionen zu verfolgen.

„Es ist zu früh für konkrete Beschlüsse”, urteilte Bürgermeister Buch. Sofern sich Gespräche konkretisierten, solle auch der Elternwille abgefragt werden. „Wir können uns aber auch nicht hinsetzen und auf neue Schulgesetze warten”, sagte Buch.
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