Düren - Hospizbewegung lädt zur Diskussion über Sterben und Tod

Hospizbewegung lädt zur Diskussion über Sterben und Tod

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Düren. Der Umgang mit Sterben und Tod ist und bleibt für die Medizin eine große Herausforderung. Wo liegen die Grenzen, an denen medizinisch Machbares ethisch nicht mehr vertretbar ist? Wie gelingt es, menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen? Wie stehen wir zur Sterbehilfe und zu Kollegen, die gegen die verbindlichen Regeln der Ärzteschaft verstoßen?

All diese Fragen lassen sich für die Medizin sicher leichter beantworten, wenn der Austausch mit Menschen möglich ist, die sich dem Thema Sterben und Tod von einer anderen Seite nähern. Im Kreis Düren bietet die Hospizbewegung Ärzten und Pflegenden diesen wertvollen Austausch im Rahmen des Qualitätsforums Hospizkultur und Palliativmedizin seit vielen Jahren an.

Wenn Medizin und Hospizbewegung zum nächsten Gespräch zusammenkommen, dann können alle dabei sein, die am Thema interessiert sind. Sie sind eingeladen zur Podiumsdiskussion „Hospizbewegung im Gespräch mit der Medizin“, die am Mittwoch, 20. Februar, um 19 Uhr im Kongresszentrum des Krankenhauses Düren, Roonstraße 30, beginnt.

Die Hospizbewegung Düren-Jülich blickt in diesem Jahr auf ihr 20-jähriges Bestehen zurück. Schon sehr früh haben die Ehrenamtlichen sich für die Palliativmedizin engagiert. So wurde im Kreis Düren der landesweit erste Palliativdienst aufgebaut, der Vorbild für viele andere wurde.

„Wir können sicherlich stolz darauf sein, dass wir unter anderem auch mit unserer Palliativpflege-Ausbildung viel dazu beigetragen haben, dass sich die Palliativlandschaft in unserer Region so gut entwickelt hat“, sagt der 1. Vorsitzende Dr. Martin Franke.

Vor allem die enge Kooperation mit der Medizin sei der Hospizbewegung immer wichtig gewesen. Und ganz offensichtlich ist sie für die Vertreter der Ärzteschaft und der Pflege genau so bedeutend. „Unser Qualitätsforum ist immer weiter gewachsen. Dort herrschen eine große Offenheit und großes Vertrauen, weil alle Teilnehmer wissen, dass sie dieser intensive Austausch mit den Kollegen und den Ehrenamtlichen in der Begleitung todkranker Menschen eine unglaubliche Stütze sein kann“, betont Dr. Hans-Heinrich Krause, Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der Hospizbewegung im Kreis Düren.

Den intensiven Austausch mit Dr. Franke und Gerda Graf (2. Vorsitzende) als Vertreter der Hospizbewegung pflegen im Rahmen der Podiumsdiskussion am 20. Februar Privat-Dozent Dr. Michael Flaßhove (Chefarzt der Hämatologie und Onkologie im Krankenhaus Düren), Martina Eichstädt (Onkologin im St. Marien-Hospital Birkesdorf), Dr. Matthias Imdahl (Chefarzt der Anästhesie im St. Augustinus-Krankenhaus Lendersdorf), Dr. Rudolf Jegen (Chefarzt der Anästhesie im St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich) und Dr. Michael Bauer (Allgemeinmediziner und Palliativarzt, LVR-Kliniken Düren).

Im Anschluss an die Diskussion stehen die Fachleute noch für Fragen des Publikums zur Verfügung. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

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