„Honig im Kopf“ am Theater Düren: Die Welt des dementen Großvaters

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„Honig im Kopf“: Mit der Tragikkomödie nach dem Film von Til Schweiger und Hilly Martinek eröffnet das Landestheater Rheinland-Pfalz die Theatersaison im Haus der Stadt. Foto: Kleines Theater Bad Godesberg
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„Malala – Mädchen mit Buch“: Das zwölfjährige Mädchen lässt sich nicht von den Taliban einschüchtern. Foto: Rolf Franke

Düren. Start der neuen Spielzeit am Theater Düren: Am Dienstag, 19. September, beginnt im Haus der Stadt die neue Spielzeit. Mit „Honig im Kopf“, der Tragikkomödie nach dem Film von Til Schweiger und Hilly Martinek, steht gleich zu Beginn ein Stück auf dem Programm, das sich dem wichtigen Thema Älterwerden widmet.

Großvater Amandus war immer das humorvolle und respektierte Oberhaupt der Familie. Im Alter jedoch driftet er ab in seine eigene Welt. Nur seine Enkelin Tilda findet noch richtigen Kontakt zu ihm und scheint mit ihm umgehen zu können. Das Publikum kann in der Inszenierung des Landestheaters Rheinland-Pfalz neben Walter Ullrich in der Hauptrolle die Dürener Schauspielerin Eva Wiedemann als Tilda erleben.

Das Grenzlandtheater Aachen ist am Samstag, 23. September, zu Gast in Düren. Seine Aufführung von „Der talentierte Mr. Ripley“ nach dem Roman von Patricia Highsmith erzählt auf faszinierende Art von einem ebenso raffinierten wie durchtriebenen Betrüger, der fremde Identitäten anlegt wie neue Kleider. Es ist die Geschichte einer großartigen Selbsterfindung jenseits jeglicher Moral.

Weltgeschichte auf der Bühne

Der renommierte britische Dramatiker Nick Wood hat vor vier Jahren die Geschichte von Malala Yousafzai zu einem packenden Theatermonolog verdichtet. Sein Stück „Malala – Mädchen mit Buch“ wurde 2013 in Nottingham uraufgeführt und 2014 mit riesigem Erfolg im Deutschen Schauspielhaus Hamburg zur Deutschen Erstaufführung gebracht. Am Sonntag, 24. September, kann auch das Publikum in Düren Malalas Geschichte kennenlernen.

Sie sorgte international für Aufsehen, tiefe Erschütterung und noch mehr Bewunderung: Am 9. Oktober 2012 wurde das pakistanische Mädchen auf seinem Schulweg von Taliban-Kämpfern überfallen und brutal niedergeschossen, überlebte aber den Anschlag und ließ sich davon nicht einschüchtern. Es kämpfte weiter für das Recht aller Kinder auf Bildung. Als jüngster Mensch aller Zeiten wurde Malala schließlich mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

Die schönsten Geschichten

Unter dem Motto „Das Leben schreibt die schönsten Geschichten“ ist am Donnerstag, 28. September, das preisgekrönte Theaterstück „Ein Lieben lang“ mit dem Altentheaterensemble des Freien-Werkstatt-Theaters Köln zu sehen: Amor lädt in seinen Tanzpalast, und der Reigen der Geschichten und Lieben nimmt seinen Anfang. Die Ballgesellschaft – 25 Männer und Frauen zwischen 64 und 94 Jahren – bringt gemeinsame und individuelle Erinnerungen, Erlebtes und aus Liebe Getanes, Wünsche und Utopien auf die Bühne.

Aus der Perspektive des Alters reflektieren sie Zeitgeschehen, Lebensantrieb und Veränderung. Dabei werden „alte“ wie „junge“ Stimmen hörbar, als einzelne Erzähler oder kommentierender Theaterchor. Nach der Aufführung gibt es bei Kaffee und Kuchen die Möglichkeit zum Gespräch mit den Darstellern. Das Theaterstück wird in Zusammenarbeit mit der Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft (Freunde des Theaters Düren) und dem Seniorenrat der Stadt Düren realisiert. Es dient als Auftakt zur Gründung einer Dürener Theaterwerkstatt. Deshalb finden im Oktober und November Schnupperworkshops statt.

Das Theater Düren hat für alle Gäste der Saisoneröffnung am 19. September eine kleine Überraschung parat. Theaterfans und alle, die Theaterluft schnuppern möchten, können sich außerdem auf die Angebote des Theaters Düren zum Stadtfest vom 15. bis 17. September freuen. Alle Tickets für die eigenen Vorstellungen werden um zehn Prozent vergünstigt angeboten.

Für die Aufführungen des Krimi-Schauspiels „Der talentierte Mr. Ripley“ und der Oper „Aida“ sind Tickets zu Schnupperpreisen erhältlich. Diese Angebote gibt es nur während des Stadtfests im iPunkt, der am Samstag, 16. September, von 9 bis 16 Uhr und am Sonntag, 17. September, von 13 bis18 Uhr geöffnet ist.

Alle Informationen zur Saison sind im Spielzeitheft 17/18 zu finden. Es gibt auch eine Version für Sehbehinderte und Blinde. Beide sind im iPunkt, Markt 6, erhältlich (Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 14 Uhr). Für alle Veranstaltungen können dort Tickets gekauft werden. Diese sind ebenso telefonisch unter Telefon 02421/252525 per E-Mail an theaterkasse@dueren.de oder online unter www.theatertickets.dueren-kultur.de erhältlich.

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