„Holzpoeze Jonge“: Mit großer Geste und rheinischem Witz

Von: Christoph Hahn
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Wurde auf der Bühne im Haus der Stadt von Oberwurmschneider Stephan Schlenger (rechts) in die Riege der „Närrischen Wurmritter“ der KG „Holzpoeze Jonge“ aufgenommen: Marc Herpertz. Foto: Hahn

Düren. Der Mann war fällig. Er ist Geschäftsführer der Bürgerwehr, Senator der Südinsulaner, Mitglied des Festkomitee-Vorstands, ganz nebenbei mittelständischer Unternehmer und vermutlich noch viel, viel mehr: Marc Herpertz gehört unstrittig zu den etablierten Persönlichkeiten im Dürener Karneval.

Das ließ auch den Vorstand der KG „Holzpoeze Jonge“ nicht ruhen. Präsident Rolf Haas und der Vorsitzende Achim Freimuth sannen mit ihren Mitstreitern darauf, wie sie den jecken Mitbürger für sich gewinnen konnten.

Ein Strauß Luftballons

Bei ihrer Galasitzung im Haus der Stadt machten sie jetzt öffentlich, was aus ihren Überlegungen geworden ist: Herpertz wurde ehrenvoll und höchst feierlich auf der Bühne von Oberwurmschneider Stephan Schlenger in die Riege der „Närrischen Wurmritter“ aufgenommen.

Der närrische Festakt, mit großer Geste und rheinischem Mutterwitz vor ausverkauftem Haus zelebriert, zeichnete sich durch große Herzlichkeit aus. Herpertz kürzte dann auch nach eigenem Bekunden seine Dankesrede „von 50 auf fünf Minuten“ und ließ seinen Glücksgefühlen freien Lauf.

Das tat auf seine Weise auch Präsident Rolf Haas, denn seine Freundinnen und Freunde aus den Reihen der „Holzpoeze Jonge“ gratulierten ihm zu Beginn der Sitzung mit einem ganzen Strauß von Luftballons und einem Ständchen von Katja I., in der Session 2011/12 Kinderprinzessin, zu seinem 50. Geburtstag.

Doch damit noch immer nicht genug der Familienfeierlichkeiten: Zu Ehren des neuen Ritters erfreute Mariechen Sonja Wildschütz Würdenträger und Publikum mit ihrem Tanz. Auf ihren Auftritt folgte der von Laura Servos, Mariechen der „Fidelio“ Niederzier.

Auch sonst hatten die beiden Literaten Gerd Schavier und Manfred Knobloch ein Programm zusammengestellt, das sich durch Abwechslungsreichtum und Vielfalt der karnevalistischen Genres auszeichnete. Kräfte aus eigenen Reihen wie das Tanzpaar Michelle Bohland/Florian Jansen waren darin ebenso eingebunden wie Gäste aus Köln, darunter „Die Filue“, die ihre Rolle als Eisbrecher mit sehr viel Lust und – merklich inspiriert von der guten Stimmung – mit sängerischem und instrumentalem Einsatz ausfüllten.

Büttenredner der „Lange“ aus Eschweiler fühlten sich ebenfalls wohl im Haus der Stadt. Er ließ die Gäste an seinen Urlaubserlebnissen teilhaben. Deutlich war trotz des Dürener Anteils („Echte Fründe“ und „Bremsklötz“) die Kölner Präsenz.

Auch wenn die Gastgeber selbst mit Garde- und Showtanz für Hingucker sorgte, blieb es dem Traditionskorps „Altstädter“ aus der Rheinmetropole vorbehalten, nach mehr als dreieinhalb Stunden für einen klang- und temperamentvollen Schlusspunkt zu sorgen.

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