Holzbendenpark bleibt ein Reizthema

Von: Bruno Elberfeld
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Cristiane Jansen, Anett Jansen und Helmut Löhmer (v.l.) finden Fahrräder auf und unter dem Eis des Teichs nicht gut. Foto: Elberfeld

Düren. Schon der Weg am Mühlenteich entlang zum Holzbendenpark tut weh: Zwei Einkaufswagen parken im Abstand von 20 Metern im Wasser, Abfall hat sich an ihnen festgeklammert. Die Wege rechts und links werden vom Laub des letzten Jahres gesäumt.

Die Teiche sind zum großen Teil zugefroren. Bierflaschen auf dem Eis und auf der Wiese zeugen vom heftigen Durst einiger Parkbesucher. Papierkörbe schreien nach Entleerung. Auf dem Eis des vorderen Teichs liegt ein Fahrrad, ein anderes hat sein nasses Grab unter der Eisdecke gefunden.

Eine Bürgergruppe um Helmut Löhmer und Margarete Waltner will jetzt für einen saubereren Park kämpfen. Schon im vergangenen Jahr sind sie tätig geworden und mit den zuständigen Ämtern in Kontakt getreten, um die Probleme in dem kleinen Naherholungsgebiet zwischen Rütger-van-Scheven-Straße und Oberstraße zu ändern. Der Sprecher des Bürgergruppe, Helmut Löhmer, betont: „Wir wollen niemandem was. Wir möchten nur, dass der Park sauber wird und die Enten überleben!”

Löhmer fährt jeden Tag mit dem Fahrrad zum Mühlenteich und füttert die Entenschar mit Körnerfutter. „Obwohl hier Schilder stehen, dass die Enten nicht mit Brot gefüttert werden sollen, weil sie dadurch krank werden könnten, halten sich viele Leute nicht daran”, klagt der Naturliebhaber.

Die Stadt Düren wurde im Oktober des vergangenen Jahres auf die Zustände im Holzbendenpark aufmerksam gemacht, Anfang November 2008 hat dann auch eine Anhörung stattgefunden. Ein Flyer sollte erstellt werden, doch bis heute, so bedauern die engagierten Bürger, sei nichts passiert.

Die Spuren des Vandalismus sind überall sichtbar. Hundebesitzer lassen ihre vierbeinigen Freunde ihr Geschäft verrichten, der nächste Spaziergänger hat dann die klebrige Hinterlassenschaft unter den Schuhen. „Die Teiche sind noch nie gereinigt worden”, klagt Helmut Löhmer, „wie können da die Fische überleben?”

Helmut Löhmer, Margarete Waltner und auch Anett Jansen, die gerade durch den Park spaziert, bitten um Mithilfe bei ihrer selbstgewählten Aufgabe, den „Park zu befrieden, den Holzbendenpark im Herzen Dürens zum befriedeten Bezirk zu erklären!” Schade sei es, dass sich die Verantwortlichen der Stadt noch nicht allzu viel gerührt hätten, um die Situation zu ändern.
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