Kreis Düren - Hohe Einnahmeverluste in den Gemeinden

Hohe Einnahmeverluste in den Gemeinden

Von: sj/tob
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Kreis Düren. Dass die Wirtschafts- und Finanzkrise an den kommunalen Haushalten nicht spurlos vorübergehen würde, war abzusehen. Wie hoch allerdings die Einbußen sind, ist längst nicht geklärt.

Doch es gibt Prognosen. Die DZ hat sich in den Rathäusern umgehört. „Wir rechnen derzeit mit etwa 190.000 Euro weniger Gemeindeanteil an der Einkommensteuer”, sagt Karlheinz Schmithuber, Kämmerer der Gemeinde Vettweiß. Die erwarteten Gewerbesteuereinnahmen wurden im Haushalt vorsorglich von 750.000 auf 650.000 Euro reduziert.

Trotz Kompensationszahlungen rechnet Schmithuber derzeit mit einer Verschlechterung von 170.000 Euro. „Die Arbeit von Jahren solider Haushaltsführung ist dahin”, sagt er. Die Finanzen seien zwar „solide”, aber selbst wenn die Wirtschaft sofort anspränge, seien die Folgen der Krise jahrelang zu spüren.

„Über die Auswirkungen müssen wir uns Gedanken machen”, sagt Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch. In diesem Jahr gehen der Gemeinde nach aktuellem Stand der Hochrechnungen 200.000 Euro verloren, im kommenden Jahr 800.000, danach eine Million Euro. Eine „verheerende Entwicklung”, sagt der Bürgermeister.

„Merzenich steht noch gut da”, erklärt Gemeindekämmerer Lothar Klein. Trotzdem blickt er mit Skepsis in die Zukunft. Denn die Steuerschätzung hat ergeben, dass Merzenich aus der Gemeindesteuer im laufenden Jahr 180.000 Euro fehlen, im kommenden Jahr sogar 700.000. Bei der Gewerbesteuer beziffert Klein den Verlust auf 250.000 Euro.

Die Gemeinde könne zurzeit zwar noch auf eine „recht komfortable” Ausgleichsrücklage von 2,5 Millionen Euro zurückgreifen. Aber der Kämmerer betont: „Zwei bis drei Jahre können wir die Verluste auffangen, dann droht uns das Haushaltssicherungskonzept.”
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