Hoffnungsvolle Klänge zum Advent

Von: Bruno Elberfeld
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Der Kinderchor und das Blockflötenensemble der Musikschule Kreuzau musizierten zum ersten Mal gemeinsam. Foto: bel

Kreuzau. Die Pfarrkirche St. Heribert spiegelte an diesem Konzertabend im Advent die soziale Wirklichkeit wider. Kleine Kinder mit ihren Familien, Grundschüler, Jugendliche und natürlich auch eine Reihe Erwachsene, die erleben wollten, wie weit die musikalischen Mühen ihrer Nachkommen gediehen waren.

Musikschulleiterin Ruth Kniprath hatte mit Musiklehrern ein Programm erarbeitet, das alle Facetten der Kreuzauer Musikschule nachempfinden ließ. So konnten die Besucher in der gut gefüllten Kirche begutachten, was wöchentlich in dieser Schule passiert.

Vier Cellistinnen

Der erste Programmpunkt wurde von vier Cellistinnen bestritten. Unter der Leitung von Miljana Mandaric spielten Lilli Stallbaum, Swantje Spölgen und Valerie Dück „Adventliches“ zur Besinnung. „Tochter Zion, freue dich“, „Es kommt ein Schiff, geladen“. Aus den nahezu menschlichen Stimmen der Violoncelli hörte man das Ächzen der Planken und das Stöhnen der Ruderer. „Zum ersten Mal“, Ruth Kniprath vermittelte in ihrer Moderation Spannung, „treten der Kinderchor und das Blockflötenensemble der Musikschule gemeinsam auf.“

Etwa ein Dutzend Stücke präsentierten der Chor unter der Leitung von Andrea Eich am Klavier sowie die Blockflötengruppe, geleitet von Ruth Kniprath. Da gab es viel Weihnachtliches, Glockenklang erfüllte den Kirchenraum, Kerzen wurden besungen, Lichter geisterten geheimnisvoll durch die Nacht. Andreas Schmittbergers Gloria erinnerte an Kirchliches und – was natürlich nicht fehlen durfte – die Bitte um den Frieden auf unserm Globus, das „Friedens-Quodlibet“ von Evelin Kramer.

Die Jungen und Mädchen meisterten mit den beiden Musiklehrerinnen das nicht ganz einfache Zusammenspiel, galt es doch immer wieder, Übergänge und Einsätze im Auge zu behalten. Dass da auch schon mal – wie auch in späteren Beiträgen – Neuanfänge wegen kleiner Missgeschicke notwendig waren, beweist die Ernsthaftigkeit und den Mut der Akteure. Bei den nächsten Darbietungen zeigten Solisten ihr Können. Leon Leu spielte auf seiner Violine Bagirows „Romanze“ und „Kleine Schalmeien“ von Purcell.

Begleitet wurde er von Adelia Wölk am Klavier. Martin Schuller eiferte Leu mit seinem Gitarrensolo „V Kraju Berez (Am Rande der Birken)“ nach. Das Solo „Aria pour saxophone alto et piano“ von Eugène Bozza, interpretiert von Isabelle Irsch auf dem Altsaxophon, ließ schon ahnen, dass Saxofone nicht nur für Jazz- und Bigband Konzerte geeignet sind. Das bewies auch das Saxofonquartetts mit Marie Bergs, Isabella Irsch, Sophia Glasmachers und Lioba Wintz. Die vier Musikerinnen spielten Klassisches von Alexander Glasunow, Jean Francaix und Jean Baptiste Singelée.

Nicht zu vergessen: Lilli Klein spielte auf ihrer Violine das „Konzert in a-moll“, erster Satz, von Antonio Vivaldi.

Den voluminösen Abschluss übernahm der Chor der Musikschule „Con Voice“ unter der Leitung von Sabine Gerigk-Drees. „Halleluja“ – eine Hommage an den kürzlich verstorbenen Leonard Cohen oder „Night of silence“, die Menschen nahmen von dieser Veranstaltung Hoffnungsvolles, aber auch Nachdenkenswertes mit.

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