Hoesch-Museum: Konzepte zur Besuchermisere gefordert

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Das Leopold-Hoesch-Museum: Die Zahl der Besucher war zuletzt mit 5672 überschaubar gering. Foto: Abels

Düren. Die Diskussion um die enttäuschenden Besucherzahlen im Leopold-Hoesch-Museum hat die Dürener Politik wachgerüttelt. Nachdem die DZ berichtet hatte, dass statt der immer wieder von der Direktorin genannten Zahl von 20.000 Besuchern gerade einmal 5672 im vergangenen Jahr ins Museum kamen, heißt es auf Nachfrage quer durch alle Fraktionen, dass nun neue Konzepte entwickelt werden müssen.

„Das Museum hat die Bodenhaftung verloren“, steht für SPD-Fraktionschef Henner Schmidt fest. Er kündigt an, dass die „Ampel“-Koalition nun einen Arbeitskreis mit Experten einberufen will, um neue konzeptionelle Ideen zu entwickeln. Dabei sei es entscheidend, die richtige Mischung zu finden, zwischen anspruchsvoller, aber nur für einen kleinen Kreis interessanter Kunst, und derjenigen, die die breite Masse anlockt. Diese Ideen sollen dann im Kulturausschuss und mit der Museumsleitung diskutiert werden.

Die Kulturausschussvorsitzende, die Grünen-Politikerin Verena Schloemer, betont zwar, dass das Hoesch-Museum mit seinen renommierten Ausstellungen über Düren hinaus auf große Anerkennung stößt, aber auch für sie ist klar, dass sich etwas ändern muss. Mehr Mainstream und lokale Künstler lautet ihr Ansatz, den sie wie ihr „Ampel“-Kollege Valentin Veithen (Linke) mit komplett freiem Eintritt“ ergänzen würde.

„Wir haben in den vergangenen Jahren in ein Schmuckstück investiert und tun dies derzeit beim Papiermuseum noch einmal“, betont CDU-Fraktionschef Stefan Weschke, der jetzt auch die Erwartung hat, dass sich die Investitionen in steigenden Besucherzahlen widerspiegeln. Weschke nimmt aber die Museumsleitung in die Pflicht und fordert ein tragfähiges Konzept zur Steigerung der Besucherzahlen ein.

Weschke selbst bringt ein Konzept ins Spiel, das im Duisburger Lehmbruck-Museum praktiziert wird. Dort heißt es an jedem ersten Freitag im Monat: „pay what you want“. Der Eintritt ist frei. Jeder Besucher entscheidet beim Verlassen des Hauses, was ihm der Kunstgenuss wert war.

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