Hönscheid will nicht die Füße hochlegen

Von: sis/sj/tob
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Kreis Düren. Enttäuscht zeigte sich Nideggens Bürgermeister Willi Hönscheid vom Ausgang der Wahl: „Meine sachlich gut Arbeit ist nicht akzeptiert und honoriert worden”, sagte der abgewählte erste Bürger.

Bis zum 20. Oktober „werde ich meine Arbeit konsequent fortsetzen, danach mit Sicherheit nicht bequem die Füße hochlegen.” Dass er am Wahlabend zwar kurz im Rathaus gewesen war, aber nicht in der Bürgerbegegnungsstätte die Auszählung verfolgte, begründete Hönscheid mit den Worten: „Das musste ich mir nun wirklich nicht antun.”

Walter Obladen, der auch gegen die neu gewählte Bürgermeisterin Margit Göckemeyer unterlegene CDU-Fraktionsvorsitzende, kündigte an, auch nach dem Absturz der Union um über 21 Prozent auf knapp 30 Prozent die CDU im Kommunalparlament führen zu wollen, „wenn die Fraktion will.”

Während die CDU im Kreistag und im Dürener Stadtrat ihre absolute Mehrheit verloren hat, bauten die Vettweißer Christdemokraten ihre gegen den landesweiten Trend um 1,65 Prozent auf 55 Prozent aus. Die SPD fuhr mit 12,21 Prozent (minus 2,69 Prozent im Vergleich zu 2004) das schlechteste Ergebnis im Kreis ein. „Ich bin enttäuscht”, sagt ihr Fraktionsvorsitzender Jürgen Ruskowksi. „Wir sind angetreten, um Tacheles zu reden”, fügt er hinzu. Warum die Strategie nicht aufging? „Das müssen wir noch analysieren”, sagt Ruskowksi. „Wir sind nicht auf das Getöse im Wahlkampf eingegangen”, analysiert CDU-Fraktionschef Helmut Kemmerling die Gründe für den Zuwachs seiner Partei. Die politische Arbeit seiner Fraktion sieht er „auf Erfolgskurs”.

Ebenfalls honoriert haben die Wähler das Programm der jüngsten Fraktion in der Gemeinde Merzenich: 15,17 Prozent und damit vier Sitze erreichten die Bürger für Merzenich (BfM), die aus einem Teil der CDU hervorgegangen sind. „Wir sind überrascht, dass wir auf Anhieb über 15 Prozent geschafft haben. Unsere drei Sitze wollten wir verteidigen, jetzt ist es einer mehr”, sagte die Vorsitzende Ingeborg Johnen-Geuenich.

Einen Sitz mehr wollte Heimbachs SPD, sie durfte froh sein, den dritten zu behalten: „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen”, konstatierte Fraktionssprecher Dr. Harro Höger angesichts des zweitschlechtesten SPD-Ergebnisses im Kreis. „Die Menschen fühlen sich halt in diesem konservativen Umfeld aufgehoben.” Heimbachs bestätigter Bürgermeister Bert Züll befand zu den nur ganz geringen Verlusten seiner seiner Partei: „Wir haben eine ordentliche Politik gemacht.” Da Züll wieder zum Bürgermeister gewählt wurde, verzichtet er auf seinen Reservelistenplatz. So rückt der Hausener Friedel Lennartz nach.
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