„Höhner-Rockin‘ Roncalli-Show“: Intensiver Feinschliff vor der Premiere

Von: Jörg Abels
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Greift himmelhochhigh zu den Sternen: Für die Darbietung von Lisa Rinne an der großen Strickleiter und am schwingenden Trapez haben die Höhner gleich zwei Songs speziell angepasst. Foto: Jörg Abels
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Henning Krautmacher gibt dem zwölfjährigen Svyatoslav bei der Probe letzte Tipps. Foto: Jörg Abels

Düren. Der kleine Svyatoslav wartet geduldig auf seinen Einsatz. Noch eine Anweisung von Regisseur Thomas Bruchhäuser, ein kleiner Tipp von Höhner-Sänger Henning Krautmacher – los geht‘s. Der Zwölfjährige schlägt Räder kreuz und quer durch die Manage, auf der Suche nach den Sternen und den Sternzeichen, die langsam ins Zirkuszelt getragen werden.

Wieder und wieder probt Thomas Bruchhäuser mit den 30 Artisten aus 18 Nationen das Eröffnungsbild der neuen „Höhner Rockin‘ Roncalli Show“ – zunächst noch mit Musik vom Band, dann live mit der Kölner Kultband. „Opening und Schlussbild müssen besonders gut sitzen“, klärt Thomas Merz vom Zirkus Roncalli auf. Der Rest natürlich auch: Höhner und Roncalli stehen schließlich für Perfektion. Musik, Artistik und – nicht zu vergessen –, die dazu passenden Lichteffekte sollen auch bei der neuen Show zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Und weil das Programm „Stern-Zeiten – Himmelhochhigh in et Levve verknallt“ am Mittwochabend in Düren Premiere feiert, wird seit sechs Tagen auf dem Annakirmesplatz besonders intensiv geprobt – nicht nur mit dem zwölfjährigen Svyatoslav, auch wenn die Höhner für den jüngsten Artisten der Show, der seine Mutter Yulia begleitet, und seine beim Wiesbadener Nachwuchs-Zirkusfestival 2012 preisgekrönte Luftakrobatik an den Strapaten ein ganz neues Lied geschrieben haben.

Die größtenteils neu arrangierten, teilweise neu komponierten und auch umgetexteten Höhner-Lieder müssen an die Darbietungen jedes einzelnen Artisten, vor allem an ihren Rhythmus angepasst werden, erklärt Ur-Hohn Peter Werner. Kein Lied bleibt so, wie es eingefleischte Höhner-Fans aus Konzerten der Band kennen, kündigt Thomas Bruchhäuser an.

Daran arbeiten der Regisseur und die sechs Musiker seit Monaten. Jeder Artist hat bereits vor Wochen die ihm zugedachten Höhner-Hits erhalten, um sich darauf einstellen zu können. Jetzt erfolgt der Feinschliff, beispielsweise für die originelle Darbietung von Lisa Rinne an einer großen Strickleiter und später am schwingenden Trapez. Für sie haben die Höhner ihren 2009 geschriebenen Song „Himmelhochhigh“ kurzerhand umgetextet.

„Das Ganze ist eine von gegenseitigem Respekt gezeichnete Arbeit“, betont Henning Krautmacher. Nur so kann das „bebilderte Höhner-Konzert“, wie Thomas Bruchhäuser die Show nennt, ihre ganze Kraft entfalten. „Nach 13 Jahren ‚Höhner Rockin‘ Roncalli Show‘ hat das Publikum eine gewisse Erwartungshaltung, die wir mit der neuen Show nicht nur erfüllen, sondern noch übertreffen wollen“, knüpft Krautmacher an. Da zählt jede Minute. Denn noch längst nicht jeder Teil des Programms sitzt bereits perfekt. Die letzten Proben werden intensiv. Immer wieder werden Details verändert.

Zu viel verraten wollen die Höhner vor der Premiere verständlicherweise nicht. Nur so viel: Die zweieinhalbstündige Show wird mehr bieten als nur den astrologisch-angehauchten Blick in die Sterne. Denn ohne Clownerie wäre weder der klassische Zirkus noch die „Höhner Rockin Roncalli Show“ vorstellbar. Garant für die eine oder andere Lachsalve ist wie schon in früheren Produktionen der russische Pantomime Andrej Jigalov, der am Montagmittag noch entspannt die Proben verfolgte – auch die Darbietung von Svyatoslav, dem die Nervosität immer weniger anzumerken ist.

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