Niederau - Höchste Ehre für Engagement von Marijke Barkhoff

Höchste Ehre für Engagement von Marijke Barkhoff

Von: Georg Neulen
Letzte Aktualisierung:
13148164.jpg
Zwischen Orient und Okzident: Das Trio Jamil lud zu einer faszinierenden Klangreise mit meditativ-poetischen Akzenten ein. Foto: Georg Neulen
13148182.jpg
Für „Kultur ohne Grenzen“ wurde Marijke Barkhoff mit dem Deutschen Bürgerpreis geehrt.

Niederau. Die Besucher im Winkelsaal von Schloss Burgau erwartete musikalisch und kulturpolitisch ein zweifaches Ereignis: das Festkonzert mit dem Trio Jamil und der Anlass dazu, nämlich die Ehrung des Vereins „Kultur ohne Grenzen“ zur Verleihung des Deutschen Bürgerpreises, des größten Ehrenamtspreises Deutschlands.

Die 1. Vorsitzende des von Linnich aus aktiven Vereins, Marijke Barkhoff-Freeling, früher schon mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt, hatte ihn in Berlin aus der Hand von Bundespräsident Gauck für die langjährigen menschlichen und kulturellen Hilfen für geflüchtete Künstler empfangen. Landrat Wolfgang Spelthahn würdigte als Schirmherr für den Kreis Düren und in Vertretung des verhinderten Direktors der Sparkasse Düren Arbeit und Ergebnisse des Vereins.

Allein schon der erfolgreiche Weg der Bewerbungskette aus dem ganzen Bundesgebiet und das Echo großer mitbetroffener Künstler sei beispielhaft, um nicht nur über die Mühsal der Integration zu sprechen. Hier zeigten sich bereichernde Momente der zugezogenen Menschen, die für die erfahrene soziale Wärme ihre internationale Kunst und Kultur von Arabien bis China aufs Land bringen, um mit dem renommierten chinesischen Kniegeiger Professor Da Zhang nur ein Vereinsmitglied zu nennen.

Die integrative Kette Bagdad – Berlin – Burgau wurde zur Begegnung zwischen Orient und Okzident durch das Trio Jamil mit ihrer faszinierenden Klangreise. Mit der arabischen Laute Oud, der Flamenco-Gitarre und der großen Harfe spielten Raed Khoshaba, Gernot Gingele und Christine Voth Musik nach der Idee des berühmten irakischen Oud-Spielers Jamil Bashir.

Raed Khoshaba studierte am Konservatorium in Bagdad, lebt seit vielen Jahren in Deutschland, arrangiert und komponiert aus der Tradition seiner Heimat und westlichen Einflüssen. Mit den beiden vielseitig tätigen deutschen Virtuosen gestaltet Khoshaba bewegende Musik für die Farben der drei so verschiedenen Saiteninstrumente mit andalusischen, lateinamerikanischen und orientalischen Stimmungen.

Neben traditionellen Titeln wie Shalalat (Wasserfälle), Ayam Zaman (Die alten Tage) und dem wehmütigen Rahiel (Abfahrt, Abschied) erblühten Rumbarhythmen (My Dance) und spanische Klänge ( In the Sunset), aber auch spezifische Solostücke. Gernot Gingele brillierte mehrmals auf einer zehnsaitigen Gitarre, Christine Voth entführte auf der Harfe mit dem walisischen „The Minstrel’s Adieu to his native Land“.

Und in der stürmisch erbetenen Zugabe entfaltete Khoshaba mit dem Trio seinen „Zug der weißen Wolke Zukunft“ aus buddhistischen Assoziationen als Uraufführung nach einem Konzert mit reichen meditativ-poetischen Akzenten, wozu man gern mehr Migranten bei den Zuhörern sähe.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert