Gürzenich - Hochwasserschutz: Schillingsstraße wird zur Spielstraße

Hochwasserschutz: Schillingsstraße wird zur Spielstraße

Von: Jörg Abels
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Der Gürzenicher Bach: Im Bereich Schillingstraße soll sein Bett aus Gründen des Hochwasserschutzes vertieft und verbreitet werden . Foto: ja

Gürzenich. Überschwemmungen im Bereich Schillingsstraße sollen in Zukunft der Vergangenheit angehören. 2014 will der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) mit dem Ausbau und der ökologischen Aufwertung des Gürzenicher Baches beginnen, der in der Vergangenheit bei Starkregenfällen immer mal wieder über die Ufer getreten ist.

Allerdings steht der Planfeststellungsbeschluss des Kreises Düren noch aus, und auch Förderanträge beim Land NRW müssen noch gestellt werden. Das Gesamtkosten des WVER-Projekts belaufen sich auf 5,2 Millionen Euro. „Hochwasserschutzmaßnahmen können bis zu 60 Prozent bezuschusst werden“, erklärt Franz-Josef Hoffmann vom WVER.

Das Hochwasserschutzkonzept sieht drei Abschnitte vor. Bis zum Zusammenfluss mit dem Trierbach wird die vorhandene Verrohrung vergrößert und teilweise neu verlegt, zwischen Kallsgasse und Steinmaar soll der Bach komplett in einem vergrößerten Bett offen fließen. Der interessanteste Bereich ist der zwischen Steinmaar und Neue Aue. Um die bei Starkregenfällen anfallenden Wassermassen aufnehmen zu können, muss der Bach tiefer gelegt und verbreitert werden. Die „kleine Schillingsstraße“ wird schmaler und muss neu gestaltet werden. Über 600 000 Euro nimmt die Stadt Düren dafür zusätzlich in die Hand.

Denn wenn der Bach ausgebaut ist, reicht die Fläche für die bisherige Aufteilung mit Gehweg, Parkstreifen und Fahrbahn nicht mehr aus, erklärt Heiner Wingels, Leiter des städtischen Tiefbauamtes. Geplant ist die Umgestaltung zu einer sogenannten „Spielstraße“, in der Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben und Parken nur in gekennzeichneten Flächen erlaubt ist.

Der Plan der Stadt sieht vor, dass der gepflasterte Randbereich etwa 1,75 Meter breit sein wird, die asphaltierte Fahrbahn auf gleichem Niveau zwischen 5 und 7,25 Meter. Darin integriert werden sollen 72 statt der bisher vorhandenen 101 Parkplätze. Eine Zählung der Stadt hat ergeben, dass abends nur 65 Plätze belegt waren, so dass der regelmäßige Parkbedarf auch nach der Umgestaltung abgedeckt sein sollte, versichert Wingels. Zur Auflockerung des Gesamtbilds sollen entlang der Häuserfront chinesische Wildbirnen gepflanzt werden, die Straßenbeleuchtung wird auf LED-Technik umgestellt. Die Stege über den Bach werden ebenso erneuert wie die Brücke an der Ratsstraße.

Heiner Wingels betont, dass sich die Anwohner an der Straßenumgestaltung nicht beteiligen müssen. Allerdings könnten noch Mängel an den Kanalhausanschlüssen ans Tageslicht treten, die eine Sanierung auf Kosten der Anlieger erforderlich machen. Eine Kamerabefahrung des Schmutz- und Regenwasserkanals hat keine Schäden offenbart, die eine Sanierung erforderlich machen, die Auswertung der Anschlussleitungen ist noch nicht abgeschlossen, Erneuerungsbedarf bei einem Großteil aber bereits erkennbar ist.

Details dazu, aber auch zur geplanten Straßenumgestaltung werden heute Abend bei einer Bürgerinformation im Rahmen einer Bezirksausschusssitzung vorgestellt und mit den Anwohner diskutiert. Bei der Veranstaltung ab 18 Uhr im Foyer der Hauptschule stehen auch Vertreter des WVER Rede und Antwort.

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