Raffelsbrand - Hochseilgarten in Raffelsbrand ist ein Hit

Hochseilgarten in Raffelsbrand ist ein Hit

Von: Gudrun Klinkhammer
Letzte Aktualisierung:
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Ausgezeichnet frequentiert wird der Hochseilgarten in Hürtgenwald, der nun seit vier Jahren existiert.
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Lilia und Luca Kaiser sind bei Großvater Karl-Theo Kaiser in Ferien, mit dem sie den Klettergarten in Hürtgenwald testeten.

Raffelsbrand. „Boah, ist das schwer“, staunen Lilia und Luca Kaiser mit großen Augen und weichen Knien. Die Geschwister stehen im Hochseilgarten Hürtgenwald am Ortsrand von Raffelsbrand und nehmen die Kletterutensilien in Empfang. Dazu gehören nicht nur fein gewebte, leichte Gurte, sondern auch schwere Eisenkarabinerhaken.

Das achtjährige Mädchen und der neunjährige Junge, die aus Hann-Münden bei Kassel anreisten, genossen abwechslungsreiche Ferientage bei ihren Großeltern Edelgard und Karl-Theo Kaiser in Langenbroich.

Jeden Tag unternahm das Quartett neue Abenteuer, so fuhren sie mit einer Draisine und steuerten eben den Hochseilgarten in Raffelsbrand an. Nachdem sie sich das Sicherungsmaterial angelegt hatten, hörten sie zunächst den Ausführungen des Trainers zu, bevor sie in luftiger Höhe und in den Baumwipfeln entschwanden. Dirk Lüder ist der Leiter des Hochseilgartens. Er entwickelte und plante die Einrichtung mit und betreut sie von Anfang an.

Dirk Lüder berichtet: „Von Ende März bis Ende Oktober öffnen wir die Türen, nur bei Regen bleiben die Schranken geschlossen.“ Angemeldete Gruppen können auch noch bis in den Winter hinein einen Besuch im Hochseilgarten buchen. Dirk Lüder schmunzelt: „Kommen Gruppen im Winter, dann begeben die sich in der Regel im halbstündigen Abstand zum Aufwärmen in die Hütte.“

Bis zu 14 Meter hoch

Knapp 10.000 zahlende Besucher klettern in einer Saison in den Baumwipfeln bei Raffelsbrand herum. Weitere 3000 Besucher, die entweder die Kletterer begleiten oder kostenlos die Ausstellungsstücke in der Nähe des Kletterparks wie etwa das Insektenhotel oder den Barfußpfad zum Ziel haben, gesellen sich hinzu.

Der Hochseilgarten Hürtgenwald, der sich im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen befindet, erstreckt sich auf 3,5 Hektar Fläche. Der exponierteste Kletterpunkt der Einrichtung liegt 14 Meter hoch.

70 Einzelelemente und 800 Meter Seilbahn stehen den Besuchern zur Verfügung. Im kommenden Jahr, so hofft Dirk Lüder, wird der Park möglicherweise um neue Elemente erweitert. Was den Leiter des Hochseilgartens besonders freut: „Ab September wird der Kreis Düren gleich neben dem Hochseilpark einen Bike-Park mit fünf bis sechs verschiedenen Strecken einrichten.“

Mit 2000 bis 3000 Bikern rechnen die Verantwortlichen im ersten Jahr, so Lüder. Ein Shuttle-Service soll die „Downhill-Piloten“ im Tal abfangen und dann wieder den Berg hinauf fahren.

Die Besucherzahl vom Klettergarten hängt vor allem vom Wetter ab. Lüder sagt: „Das vergangene Frühjahr war wunderschön und trocken, was uns einen kräftigen Schub bescherte. Der Juli dagegen war eine Regentragödie und fünf Tage fielen komplett ins Wasser.“ Den Hochseilgarten in Raffelsbrand betreuen insgesamt 40 Trainer, die in der Region zu Hause sind.

International ist dagegen das Publikum. So begrüßten die Mitarbeiter der Einrichtung bereits Gäste aus Brasilien, Israel, Island, Argentinien und Amerika.

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