Hochhaus-Kellerbrand löst Großeinsatz in Düren aus

Von: ja/kel
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Dunkler Rauch quoll am Samstag
Dunkler Rauch quoll am Samstagnachmittag aus den Treppenhausfenstern des Hauses am Miesheimer Weg. Foto: Keldenich

Düren. Gleich zwei Mal innerhalb einer halben Stunde wurde die Dürener Feuerwehr am Samstag zu Einsätzen in Hochhäusern gerufen. Gegen 14.45 Uhr rückten die Wehrleute in großer Besetzung zum „Provinzial-Haus” an der Bismarckstraße aus.

Um dort auf „ein rauchintensives Grillen auf einem Balkon zu stoßen”, wie Feuerwehr-Sprecher Rudolf Esser berichtet.

Noch auf dem Weg zurück zur Brüsseler Straße musste die Helfer jedoch Blaulicht und Martinshorn wieder einschalten. An der Wache vorbei ging es zum Miesheimer Weg 1, wo dichte schwarze Rauchschwaden aus dem Keller und den Fenstern des Treppenhauses quollen. Der Brandherd war schnell im Keller lokalisiert. Verschiedene Materialien, darunter Autoreifen, brannten. Beim Eintreffen der ersten Kräfte war der Großteil der Bewohner bereits. 16 Personen klagten über Beschwerden durch eingeatmeten Rauch. Fünf wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Der Zugang zum Brandherd im Keller gestaltete sich schwierig, so dass es rund 30 Minuten dauerte bis der Brand gelöscht war. Noch wesentlich aufwendiger waren die nachfolgenden Arbeiten. Alle 48 Wohnungen wurden auf Verrauchung kontrolliert.

Schadstoffmessungen

„Die Erfahrungen aus bisherigen Einsätzen in diesen Hochhäusern zeigen, dass durch die Lüftungsschächte Rauch vereinzelt in Wohnungen gelangen kann”, erklärte Esser. „Die Kontrolle der Wohnungen konnte aber erst erfolgen, nachdem der Rauch aus dem Keller abgesaugt war.”

Zur Entscheidung, ob die Wohnungen weiter bewohnbar sind, wurde Schadstoffmessungen durchgeführt. Mit Hilfe eines Vertreters des Gesundheitsamtes ergab die Auswertung, dass alle Wohnungen weiter genutzt werden konnten. Auch die Befürchtung, dass der Strom wegen der Schäden an Stromleitungen im Keller abgeschaltet werden müsste, zerstreute sich am Abend. Die bis dahin in einem Kreisbahnbus und einer vom Roten Kreuz eingerichteten Betreuungsstelle untergebrachten Bewohner konnten wieder zurück in ihre Wohnungen. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Die Höhe des entstandenen Schadens kann noch nicht genau beziffert werden.

Die Feuerwehr war mit rund 90 Kräften im Einsatz, darunter alle hauptamtlichen, aber auch die freiwilligen Einheiten aus der Innenstadt, Niederau, Lendersdorf, Berzbuir, Birkesdorf und Derichsweiler. Dazu kamen Spezialfahrzeuge des feuerschutztechnischen Zentrums in Stockheim. Der Rettungsdienst war mit rund 25 Personen vertreten.
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