Hinter die äußeren Dinge blicken: Ausstellung auf Schloss Burgau

Von: Bruno Elberfeld
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Marion Plattenteich und Laudator Pit Goertz eröffneten die neue Ausstellung „Malerei“ auf Schloss Burgau. Zu sehen sind die Arbeiten bis zum 14. Juli. Foto: Bruno Elberfeld

Niederau. Der Besucher der neuen Ausstellung „Malerei“ von Marion Plattenteich muss in nahezu jeder Hinsicht fit sein: Die Malerin präsentiert auf allen fünf Ebenen auf Schloss Burgau, erreichbar durch Treppen, insgesamt 60 Acryl-Gemälde auf Leinwand – klein-, mittel- und großformatig.

Die Bilder sind größtenteils ohne Titel. Marion Plattenteich möchte die Freiheit des Betrachters nicht einschränken, räumt ihm somit die Möglichkeit ein, sich sein „eigenes Bild“ zu machen.

Zwischen dem Betrachter und dem jeweiligen Gemälde soll, so hofft die Künstlerin, ein Austausch stattfinden. Diese Art Dialog lässt dann den Betrachter im Idealfall hinter die äußeren Dinge blicken. „Mir geht es primär um die Suche nach einer inneren Gegenständlichkeit“, erklärt Plattenteich die Motivation für ihr Handeln. Diese innere Gegenständlichkeit gehe nicht vom Äußeren aus, sondern von verschiedenen Wahrnehmungsebenen, die vom ganzen Menschen aufgenommen werden.

Ihre Arbeit, so sagt sie, werde von Bewusstseinsprozessen und inneren Bewegungsabläufen bestimmt. Und diese Geschehnisse im Innern möchte sie durch bewusste Formen und verschiedene Farben auf der Leinwand wiedergegeben.

Verschiedene Farbschichten

Sieht der Besucher genau hin, entdeckt er unweigerlich verschiedene Farbschichten. Die Farben sind meist transparent und lassen in tiefere Schichten blicken. Lässt der Betrachter sich auf diese Art der Wahrnehmung ein, entstehen bei ihm individuelle Eindrücke. Die einzelnen Bilder sind wiederkehrenden Zyklen zugeordnet, die sich ergänzen. Die Künstlerin nähert auf diese Art und Weise dem Kern der Dinge, die hinter den äußeren Dingen verborgen sind. Die Malerin ist auf der Suche nach dem Sinn und der Wahrheit hinter dem Sichtbaren.

Pit Goertz, künstlerischer Leiter des Schlosses, zeichnete für die Laudatio verantwortlich. Er forderte die Gäste auf, sich zu öffnen, um die Reise durch die Farbwelten Marion Plattenteichs erleben zu können. Begrüßt wurden die Gäste von Bürgermeister Paul Larue, der die Symbiose zwischen der Natur, der Architektur und der Kunst auf Schloss Burgau lobte.

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