Düren/Leyte - Hilfe für Taifun-Opfer: 43 Kinder können wieder lachen

Hilfe für Taifun-Opfer: 43 Kinder können wieder lachen

Von: Jörg Abels
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Volker Stenz hat in diesen Tagen eine Bildermappe dabei, um zu dokumentieren, wohin das Geld aus der von Frank Leßenich (r.) initiierten Hilfsaktion geflossen ist. Foto: Abels

Düren/Leyte. Volker Stenz empfindet große Dankbarkeit. Dankbarkeit gegenüber all denjenigen, denen das Schicksal der Menschen in seiner philippinischen Wahlheimat auch Monate nach dem verheerenden Taifun, der am 8. November mit bis zu 380 Stundenkilometer über die Insel Leyte gefegt ist und eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat, nicht egal ist.

Und das sind einige. Die von Frank Leßenich, dem Geschäftsführer der Senioreneinrichtung Haus St. Anna, über das soziale Internet-Netzwerk „Facebook“ ins Leben gerufene Spendenaktion „Hilfe für Volker Stenz“ hat mittlerweile – auch Dank des Echtzer Vereins „Stars for Kids“ – 10.500 Euro zusammengetragen, mit denen der Dürener die größte Not der Familien in seiner unmittelbaren Nachbarschaft ein wenig lindern kann. „Mit der ersten Überweisung Ende des Jahres haben wir die völlig zerstörten Häuser von 14 Familien und die Grundschule wieder aufgebaut“, berichtet der 42-Jährige, der in diesen Tagen seine Mutter in Düren besucht.

Wie am Sonntag beim Sommerfest im Haus St. Anna hat er fast immer eine Bildermappe dabei, um zu dokumentieren, wohin das Geld geflossen ist. Die Bilder zeigen das Ausmaß der Verwüstung, das bei einem Bombenangriff nicht schlimmer hätte sein können. Stenz selbst blieb zwar von größeren Schäden verschont, die Häuser seiner Nachbarn aber waren komplett zerstört. „Jetzt weiß ich, wie sich die Dürener 1944 gefühlt haben müssen“, sagt Stenz, der mit seiner Frau und seinem Sohn während des Sturms fünf Stunden auf dem Boden kauerte, bis der Taifun endlich weitergezogen war.

Die Bilder dokumentieren aber auch den Wiederaufbau, der ohne die Hilfe aus Düren nie so schnell vorangekommen wäre. Und sie zeigen Kinder, die nach den traumatischen Erlebnissen wieder lachen können. Seit März versorgt Stenz die 43 Kinder aus der Nachbarschaft mit dem Nötigsten, mit Nahrungsmitteln, vor allem mit Milch. Auch Schulmaterialien hat er bereits anschaffen können.

„Es sind nicht einmal zehn Euro, die ausreichen, um ein Kind einen Monat lang zu ernähren“, betont Stenz. Und deshalb will Frank Leßenich die Spendenaktion unbedingt fortsetzen: „Wenn man sieht, was auf den Philippinen mit geringsten Mitteln geleistet werden kann, ist das Ansporn genug.“ 60 Prozent der Menschen auf Leyte leben unter dem Existenzminimum, noch mehr leiden an Mangelerscheinungen. Erste Mitstreiter, die monatlich 50 Euro spenden, hat Leßenich bereits gefunden.

Wer Volker Stenz bei seiner Aufbauarbeit unterstützen will, kann Geld auf das eigens von Frank Leßenich bei der Sparkasse Düren (Blz. 39550110) eingerichtete Konto 1200 237 939 einzahlen, „Stichwort Volker“. Der 42-Jährige dankt schon jetzt allen auch im Namen der philippinischen Familien für die Unterstützung.

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