Hilfe für 32 Fischerfamilien auf den Philippinen

Von: wam
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Die Fischer aus Brgy können jetzt auch wegen der Hilfe aus Schlich wieder ihrer Arbeit nachgehen.

Schlich. Es ist schon erstaunlich wie eng die Welt durch die wachsende Globalisierung zusammengerückt ist. Ein paar Stunden Flug bis in die USA, eine Videokonferenz mit Geschäftspartnern in Dubai oder eine E-Mail (fast) ohne Zeitverzögerung in die ganze Welt verschicken.

Trotzdem haben die Verantwortlichen der Laientheatergruppe „Martinis“ aus Schlich wohl eher nicht damit gerechnet, solch ein Dankeschön aus dem kleinen Fischerdorf Brgy zu bekommen. Das Dorf liegt auf der Insel Tubabao Island und gehört zu den südöstlichen Philippinen.

Die Region wurde am 8. November von einem Taifun schwer verwüstet. Ganze Infrastrukturen waren zerstört worden, und die Menschen konnten ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen. Welche Konsequenzen die Katastrophe für die dort lebende Bevölkerung hat, erklärt sich da von selbst. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen Unterstützung erfahren, um wieder aus eigener Kraft überleben zu können. Das dachten sich auch die Mitglieder der Theatergruppe „Die Martinis“ aus Schlich und spendeten den Erlös der Vorstellungen im vergangenen Oktober den Opfern des Taifuns.

Die Idee zur Spende kam auf, als Rudolf Schoenen, Mitglied der Martinis, seinen dort lebenden Freund und Arbeitskollegen Noel Chieng Matienzo nach der Katastrophe kontaktierte, um sich nach seinem Wohlbefinden zu erkundigen. Matienzo, der als Ingenieur in Südostasien arbeitet, beschrieb Schoenen die Ausmaße des Taifuns, woraufhin dieser seinen Theaterfreunden vorschlug, den Erlös an die Opfer der Naturkatastrophe zu spenden.

Die Idee traf auf sofortigen Beistand. „Das Schöne daran war, dass man anders als bei großen Organisationen, weiß, wo das Geld angekommen ist“, erklärte Schoenen. Sein Kollege kümmerte sich schließlich um die Vermittlung des Geldes vor Ort und stellte den Kontakt zur ansässigen Guinuan Development Foundation her, die die Spende in Höhe von rund 1800 Dollar verteilte.

Von dem Geld wurden Netze und Ausrüstung für 32 Fischerfamilien besorgt, die nach dem Taifun keine Lebensgrundlage mehr hatten.

Selbst die Namen der Familien wurden den Spendern weitergeleitet, was zeigt, auf welch direkter und persönlicher Ebene die Hilfe abgelaufen ist.

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