„Highland Games“: Die Körper zittern vor Anstrengung

Von: Gudrun Klinkhammer
Letzte Aktualisierung:
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Die Zuschauer heben ein Glas Bier hoch, der Highlander versucht sich an einem viele Kilogramm schweren Stein: Keine leichte Aufgabe, wie man auch an der Farbe des Kopfes erkennen kann:
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Sieht einfacher aus, als es ist: Fünf Männer beim Baumstammslalom.
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Eine Aufgabe: der Balanceakt.

Kreuzau. Die Körper zitterten, allerdings nicht vor Angst, sondern vor Anstrengung. Einen 25, 50, 75 oder gar 100 Kilogramm schweren, kugelrunden Stein von einer platten Wiese aufzunehmen und dann mit bloßen Händen über einige Meter hinweg zu tragen, um ihn letztlich auf einen Brust hohen Stehtisch zu legen, das bedurfte der Anspannung jeder Muskelfaser.

Auch von Muskeln, die vorher noch nicht unbedingt wahrgenommen worden waren. Mit großem Erfolg boten die „Highland Shadows“ Kreuzau am Samstag auf der Wiese hinter der Festhalle in ihrem Heimatort zum ersten Mal „Highland Games“ an. Rund 800 Besucher verfolgten den ganzen Tag über das Gebaren von circa 50 Aktiven.

An den Start gingen sieben Mannschaften, zu jeder Mannschaft gehörten fünf Sportler plus ein Ersatz-Athlet. Zwei Teams erlebten ein Heimspiel. Die anderen Damen- und Herren-Teams reisten unter anderem aus Kempen, Xanten und Oekoven an. Björn Heck, Vorsitzender der „Highland Shadows“ Kreuzau, berichtete: „Da wir die Spiele ausrichten, haben wir genug mit der Organisation zu tun und gehen selbst nicht mit an den Start.“

An zehn Stationen maßen sich die Athleten in Disziplinen wie Baumstammüberschlag, Steinestoßen, Steineheben, Fassrollen, Baumstammslalom, Traktorpulling, Balancieren und Tauziehen. In einigen Disziplinen ging es um die schnellste Zeit, in anderen um die höchste Punktzahl. Fast alle Teilnehmer traten in einem Kilt, einem schottischen Beinkleid, an.

Zum Rahmenprogramm zählten Aktionen für Kinder, die auf reges Interesse stießen. Weiter gab es an Zelten und Wagen von fliegenden Händlern schottische Spezialitäten wie etwa Whisky zum Probieren, Fudge-Spezialitäten (Karamellbonbons), schottische Stoffe und sogar ein „Highland Shadows“-Ale (Bier), das ein Bierbrauer aus Xanten hergestellt hatte und anbot.

Probleme hatte allerdings der Rettungsdienst, der zwei Mal das Erlebnisbad an diesem Tag ansteuern musste: Zuschauer und Pkw blockierten die Anfahrt.

Zu den versicherungstechnischen Angelegenheiten der Teilnehmer sagte Björn Heck: „Jeder Teilnehmer muss unterschreiben, dass er auf eigene Verantwortung dabei ist. Es handelt sich ja schließlich um Extremsport.“

Eine Haftpflichtversicherung schlossen die Ausrichter allerdings für jeden Teilnehmer ab, sollten Dritte geschädigt werden. Während der Spiele wurde keiner verletzt.

Die Hälfte des Reinerlöses wird für einen guten Zweck gestiftet. „In zwei Jahren“, freute sich Björn Heck, „werden wir das Ganze wiederholen.“

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