Düren - Herrendoppel des BC Düren kommt in die Spur

Herrendoppel des BC Düren kommt in die Spur

Von: Hannes Schmitz
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Bot einfantastisches Einzel: Koen Ridder, der nach schwachem Beginn immer stärker wird. Dennoch verlor der BC Düren am Samstag gegen Mülheim 1:5. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Ein Spaziergang wurde die Begegnung gegen den BC Düren für den 1. BV Mülheim nicht. Zwar siegte der Tabellenführer der Badminton Bundesliga mit 5:1, doch hatten die Gäste von der Ruhr an der Rur mehr Mühe, als ihnen vielleicht lieb war.

Und mit etwas mehr Glück, hätte die Dürener „Rumpftruppe“ den Spitzenreiter noch mehr ärgern können. Auf die beiden Einzelspieler Rajiv Ouseph und Carl Baxter mussten die Dürener zwangsweise verzichten, weil der englische Verband seine nationalen Titelkämpfe auf den Bundesligaspieltag legte – im Gegensatz zu den anderen nationalen Verbänden, die dafür die spielfreien Tagen nutzten. Wenig Verständnis hatte BC Vorsitzende Rolf Pütz mit den Entscheidungen auf der Insel. Aber auch die Mülheimer waren betroffen und mussten umstellen, was Auswirkungen auf das Doppel hatte.

Die Kombination Dmytro Zavadsky/Jorrit de Ruiter sah sich einer stark aufspielende Dürener Paarung Jürgen Koch und Koen Ridder gegenüber, die ihr bestes Spiel seit langem zeigte. Die Partie entwickelte sich ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Hochklassige Ballwechsel, gespickt mit technischen Raffinessen, und immer wieder gab es hochdramatische Momente. Der erste Satz ging mit 21:18 an den BC, der zweite wurde beim 15:21 ein wenig verschenkt und im dritten Durchgang trumpften die Gastgeber auf und brachten den Satz mit 21:9 nach Hause. Sie ließen nach einer Stunde Spielzeit düpierte Gegner zurück, die nicht immer sportliche Fairness an den Tag legten. Das Herrendoppel entschädigte für die Hiobsbotschaften zu Beginn. Ein Ballwechsel im Damendoppel und Soraya de Visch Eijbergen musste mit erheblichen Leistenprobleme aufgeben, die sie sich wahrscheinlich im Finale der holländischen Meisterschaften gegen Judith Meulendijks zugezogen hatte. So musste der BC Dameneinzel und Damendoppel kampflos abgeben.

Die Mannschaft gab sich aber nicht auf, was der Spitzenreiter der Liga zu spüren bekam. Koen Ridder lieferte ein tolles Einzel gegen den haushohen Favoriten Dmytro Zavadsky und schnupperte beim 13:21/19:21 an einer Überraschung. Lange Zeit sah es auch im Mixed aus, als könnten Jürgen Koch und Ilse Vaessen gegen Jorrit de Ruiter und Johanna Goliszewski mithalten. Doch die Mülheimer hatten mit 21:15 und 21:17 das bessere Ende für sich. Sowohl Koen Ridder wie auch Jürgen Koch musste alle Energien aufbringen, um nach dem Doppel die anderen Spiele zu Ende zu bringen. Beide litten unter muskulären Problemen, und bissen auf die Zähne, was das Publikum mit sehr viel Beifall belohnte. Ebenso den Einsatz von Michael Pütz, der als Teammanager aufs Spielfeld wechseln musste.

Da der BC aus der zweiten Mannschaft niemanden „hochziehen“ wollte, weil das Team noch um den Aufstieg in die Regionalliga mitspielt, bestritt Michael Pütz das Einzel gegen Alexander Rovers, der ihm nichts schenkte und den ersten Satz mit 21:1 gewann. Im zweiten wurde der Dürener mutiger, kämpfte aufopferungsvoll, wurde ständig angefeuert und erreichte immerhin achte Punkte gegen den Topfavoriten.

Insgesamt war Rolf Pütz mit den Leistungen seines stark ersatzgeschwächten Kaders zufrieden. Die Mannschaft bot Einiges fürs Auge und gab sich nie auf. Drei starke Spiele erlebten die Zuschauer, die im Übrigen freien Eintritt hatten, weil die Mannschaft schon im Vorfeld so stark ersatzgeschwächt war, dass eine krasse Niederlage drohte.

Das Ergebnis, sagte Rolf Pütz, täusche ein wenig hinweg über die gebotenen Leistungen, der hofft, dass das Herrendoppel, bisher die Schwachstelle, nunmehr in der Spur sei. Und er träumte davon, wie es mit der Bestbesetzungen gegen den Spitzenreiter ausgesehen hätte.

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