Herr Rossi kommt, und die Liebe bleibt

Von: Stephan Vallata
Letzte Aktualisierung:
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Lieder, die von Herzen kommen: Der argentinische Schlagersänger Semino Rossi kommt am 20. November nach Düren.

Düren. Am liebsten trägt Semino Rossi Bermudashorts und keine Schuhe. Dass den argentinischen Schlagersänger seine wohl größtenteils weibliche Anhängerschaft jemals so auf der Bühne erleben wird, ist sehr, sehr unwahrscheinlich.

Dort trägt der Superstar der Szene viel lieber edle Zwirne, die er sich von einem Cousin aus Edinburgh auf den Leib schneidern lässt. So wird das wohl auch sein, wenn Semino Rossi am 20. November in der Kreisarena „Buenos Dias” sagt - mit seinem 14 Köpfe zählenden Orchester. Zum ersten Mal überhaupt gastiert der in Österreich lebende Künstler in der Stadt. Man darf gespannt sein.

„Die Liebe bleibt” ist Rossis aktuelle Tour betitelt. Und zu behaupten, der Name sei Programm, wäre wohl etwas abgeschmackt, aber nicht gänzlich falsch. Ohne Liebe geht´s ja auch irgendwie nicht. Vor allem dann nicht, wenn man ein großes Herz hat und mit einer Stimme gesegnet ist, die dem Gefühlskosmos adäquaten Ausdruck verleihen kann. „Singen ist die Sprache der Seele”, sagt Rossi und setzt selbstbewusst nach. „Und ich habe den Auftrag zu singen.”

Das tut er im Übrigen vornehmlich in Deutsch, obgleich er auch die universelle Bedeutungskraft der Musik betont: „Musik hat keine Sprache, sie ist ein Gefühl.” Einfühlsame Liebeslieder, gefühlvolle Balladen, aber auch heiße lateinamerikanische Rhythmen gehören zum Repertoire Rossis, der Mitte der 80er Jahre von Argentinien ohne Rückflugticket nach Spanien gereist ist und über Italien, Frankreich und die Schweiz schließlich nach Österreich gelangte, seiner „zweiten Heimat”, wie er sagt.

Lange Zeit hat er sich als Straßenmusiker über Wasser halten müssen, bis er dann 2001 seinen ersten richtigen Plattenvertrag unterschrieb. Mittlerweile sammelt Rossi Gold- und Platinplatten wie andere Menschen Briefmarken oder Gartenzwerge. Auch mit einem „Echo” und vielen weiteren Preisen wurde er bereits ausgezeichnet. Nur wohin damit? „Ich weiß es auch nicht mehr”, weist der Sänger scherzhaft auf die begrenzten Raumkapazitäten seines Hauses hin. Die Toilette oder die Küche wären wohl kaum der geeignete Präsentationsort, findet er. Im Ernst: „Ich bin stolz auf und dankbar für jede Auszeichnung.”

Der direkte Kontakt

Keinen Hehl macht Rossi daraus, dass Düren für ihn ein bisher unbekannter Ort ist: „Ich möchte nicht lügen”, sagt er bloß. Das Wichtigste sei ohnehin der direkte Kontakt zu seinen Fans. Da ist es im Grunde wahrscheinlich gar nicht mal so wichtig, wo er gerade auftritt. Hauptsache, der Funke springt über. Die Liebe bleibt. Keiner weiß das besser als Semino Rossi. Eintrittskarten für das Konzert am 20. November in der Kreisarena gibt es in der Geschäftsstelle der Dürener Zeitung, Markt 17.
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