Henning Krautmacher feiert die „Höhner Weihnacht“

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Konzerte in Düren sind für ihn und seine Höhner schon Brauchtum: Musiker Henning Krautmacher kocht gerne frisch und setzt sich für mehr Lesekompetenz bei Kindern und Jugendlichen ein. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. Henning Krautmacher und seine „Höhner“ kommen nach Düren: Am Sonntag, 29. November, präsentieren sie ab 19.30 Uhr in der Arena Kreis Düren ihre „Höhner Weihnacht“.

Mit dem 58 Jahre alten Musiker aus Leverkusen, der seit 1986 Bandmitglied bei der kölschen Mundart- und Kultband „Höhner“ ist, sprach unsere Mitarbeiterin Gudrun Klinkhammer.

Sie haben in einige Berufe hineinschnuppern können, was ist davon geblieben?

Krautmacher: Einiges! Der Journalist in mir ist bei den Höhnern immer noch für Interviews, für Presse-Meldungen, schriftliche Außendarstellung der Band und last not least für die Kreationen von Song-Texten vorhanden. Und der Schauwerbegestalter macht mich mitzuständig für die optische Darstellung an allen Fronten wie Poster, Cover-Gestaltung, Bühnenbild und vieles mehr.

Neben den Auftritten als Musiker sind Sie auch lesend unterwegs und als Autor von Kochbüchern. Was lesen Sie privat gerne? Und was kochen Sie am liebsten? Natürlich liegt da auch die Frage nah: Was essen Sie am liebsten?

Krautmacher: Was mein Engagement für das Lesen angeht, da bin ich Überzeugungs-Täter. Die erschreckende Zahl von 7,5 Millionen sogenannten „funktionalen Analphabeten“ in Deutschland spricht da sicherlich eine klare Sprache. Dabei ist es so einfach, bei Kindern und Jugendlichen Lesekompetenz und damit Freude am Lesen zu wecken: Einfach mit gutem Beispiel voran gehen! Ich lese vor, auch öffentlich, weil ein gutes Drittel aller Eltern in Deutschland ihren Kindern eben nicht mehr vorliest. Wer mehr über dieses Engagement wissen möchte, der kann ja mal auf folgender Internetseite nachlesen: www.leselauf.de. Ich selber lese gerne spannende, unterhaltsame und sehr gerne auch witzige Romane.Was meine Kochbücher angeht – ich koche nun mal gerne – die Rezepte dazu habe ich einfach aufgeschrieben, die Kreationen fotografiert und dann veröffentlicht. Das ist für mich auch so etwas wie eine Vorbildfunktion: Einige Menschen heutzutage leben mir zu sehr vom „Fertigprodukt in den Mund“. Dabei ist Kochen doch kein Hexenwerk und mir schmeckt alles, was frisch zubereitet ist.

Welche Musik hören Sie gerne, außer die von den Höhnern? Sind Sie ein großer Beatlesfan?

Krautmacher: Alle Höhner sind Beatles-Fans!!! Und darüber hinaus bin ich ein großer Fan zahlreicher irischer Melodien.

Wie kam es dazu, dass Sie sich einen solch großen Schnäutzer haben stehen lassen und diesen pflegen?

Krautmacher: Das liegt an der Natur der Sache: Männern wächst nunmal, als sogenanntes sekundäres Geschlechtsmerkmal, ein Bart. Der Schnäuzer – in meinem Fall - fällt dabei auffallend groß aus. Warum? Das kann ich leider nicht erklären. Und die Pflege meines – zugegebenen – Erkennungsmerkmals, beschränkt sich auf das morgentliche Ritual, ein wenig Bartwachs so einzuarbeiten, dass die Bartspitzen positiv und brav nach oben zeigen.

Was ist in Köln der Höhnerstall? Gibt es da auch Übernachtungsmöglichkeit?

Krautmacher: Die Höhner haben mit dem Höhnerstall sozusagen ihr eigenes Hard-Rock-Café. Dort findet man jede Menge „Devotionalien“ an den Wänden. Goldene CD‘s, Platten-Cover, Instrumente in Vitrinen und jede Menge Infos auf sogenannten „Wand-Tatoos“. Zu finden ist das Etablissement im Brauhaus zur Malzmühle am Heumarkt 6 in der Kölner Innenstadt. Und ein sehr ausgefallenes Hotel gehört ebenfalls dazu. Da gibt es Zimmer mit fließend Wasser – warm, kalt und Kölsch. Kein Scherz!!! Sechs Zimmer haben eigene Kölsch-Zapfanlagen!

Nun vielleicht noch zum Programm, das das Dürener Publikum in der Arena Kreis Düren erwartet: Wird es eine himmlische Mischung aus Karneval und Stille Nacht sein? Gibt es – musikalisch gesehen – für die Höhner inzwischen die sechste Jahreszeit? Gibt es noch eine Zeit im Jahr, in der Sie pausieren?

Krautmacher: Natürlich wird unser Weihnachts-Programm besinnliche Töne und Weihnachts-Klassiker beinhalten. Wir feiern allerdings auch eine fröhliche Weihnacht, was ich aber nicht mit Karnevals-Weihnacht verwechselt haben möchte. Es gibt eben musikalisch kein Feld, dass die Höhner nicht beackern. Ich darf an dieser Stelle verraten, dass es eine ganze Reihe neuer Lieder geben wird, die erst im Januar auf unserer neuen CD erscheinen.

Was machen Sie, wenn Sie mal nicht beruflich unterwegs sind? Wie und wo können Sie am besten entspannen?

Krautmacher: Das Wandern ist nicht nur „des Müllers Lust“, auch ich „erobere“ gerne die Welt zu Fuß. Ob die österreichischen Alpen, der Jakobsweg oder Irland - spätesten nach einer Woche wandern setzt die absolute Entspannung ein. Leider komme ich viel zu selten dazu - aber beim Golfspiel kann ich hin und wieder auch sehr gut abschalten.

Kennen Sie Düren und das Umland? Fahren Sie eher in ferne Länder in Urlaub oder bleiben Sie in Deutschland?

Krautmacher: Was für eine Frage! Wir spielen im Raum Düren nicht nur regelmäßig – also traditionell, sondern hier kann man durchaus schon von Brauchtum der Höhner-Konzerte sprechen. Von der Höhner-Rockin-Roncalli-Show ganz zu schweigen.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Flüchtlingsproblematik?

Krautmacher: Es hat für mich zu keiner Zeit danach ausgesehen, dass die Aufgabe, vor der wir stehen, eine einfach zu bewältigende sein wird. Auch, dass es noch eine geraume Zeit andauern wird, bis alle erforderlichen Maßnahmen, Menschen, die vor Kriegen und Unterdrückung geflüchtet sind, nach humanitären Gesichtspunkten aufzunehmen, zufriedenstellend durchgeführt sind, sollte längst klar sein. Ich wünsche mir sehr, dass es gelingt.

Was halten Sie vom europäischen Gedanken? Hat das grenzenlose Modell Zukunft?

Krautmacher: Kurze – aber klare Antwort: Ich hoffe doch sehr!

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