Heinrich Göbbels strebt eine zweite Amtszeit an

Von: Jörg Abels
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Kandidiert für eine zweite Amtszeit als Bürgermeister: Heinrich Göbbels (CDU). Foto: Abels

Langerwehe. „Ich verliere ungern“, gibt Heinrich Göbbels offen zu. Und das nicht nur, wenn der CDU-Politiker in seiner Freizeit auf dem Tennisplatz steht. Das gilt auch für die Politik. Dabei wäre schon eine Wiederholung seines Ergebnisses der Bürgermeisterwahl 2009 für ihn eine Niederlage, wie er offen einräumt.

Göbbels rechnet am 13. September mit mehr als 53 Prozent Zustimmung. Sein Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr. Er spricht von sechs guten Jahren für die Gemeinde, die hinter ihm liegen. Das unter seiner Regie das Defizit in den Jahren 2011 und 2012 dank eiserner Spardisziplin um 2,1 Millionen gesenkt werden konnte, wertet er ebenso als persönlichen Erfolg wie den avisierten Haushaltsausgleich 2021 – trotz geringer Schlüsselzuweisungen des Landes, trotz steigender Kreis- und Jugendamtsumlage, trotz Mehrkosten für Asylbewerber, trotz Investitionen in den Ausbau der Kindertagesstätten und in die Gesamtschule.

„Unsere Kitas präsentieren sich auf dem neuesten Stand, unsere Gesamtschule ist zu einem Aushängeschild der Gemeinde geworden und muss bald sogar erweitert werden“, betont der Amtsinhaber. Das sind aus Sicht von Heinrich Göbbels aber nur zwei Argumente für die Attraktivität der Gemeinde, deren Einwohnerzahl in der vergangenen Jahren stetig angestiegen ist. „Wir haben herausragende Einkaufsmöglichkeiten, und die Deutsche Bahn hat sich ausdrücklich zum Bahnhof Langerwehe als Haltepunkt bekannt“, betont Göbbels. „Unsere Grundstücksverkäufe in allen Orten boomen. Wir liegen hier an der Spitze aller Kommunen des Kreises Düren.“

Und das soll so bleiben. Die In-frastruktur in allen 14 Orten zu erhalten, ist erklärtes Ziel des 56-jährigen studierten Pädagogen, Politikwissenschaftlers und Soziologen. Dabei denkt er an das medizinische Angebot, fußläufig erreichbare Einkaufsmöglichkeiten, vor allem aber auch an die Sportstätten. „Die Förderung der Vereine als soziale Lebensader des Gemeinwesen hat absolute Priorität“, betont Göbbels, insbesondere mit Blick auf die große Bedeutung der Jugendarbeit. Am status quo der Sportstätten will er daher in den kommenden Jahren nicht rütteln. Auf keinen Fall, betont Göbbels, dürften die Orte zu bloßen Schlafstätten werden.

„Steuererhöhungen wird es mit mir nicht geben“, kündigt der Bürgermeister an, weder bei der Grundsteuer B, die alle Hausbesitzer zahlen müssen, noch bei der Gewerbesteuer. „Nur wenn ich dazu von der Kommunalaufsicht verpflichtet werde“, schränkt Göbbels ein. Denn er will, dass die Gemeinde auch in Zukunft attraktiv für Neubürger und Unternehmen bleibt. „Das über unsere Entwicklungsgesellschaft vermarktete Baugebiet ‚Seelebach‘ wird Ende des Jahres komplett belegt sein“, kündigt Göbbels an.

Auch das Gewerbegebiet „Am Steinchen“ an der L 12n wird jetzt realisiert und ist faktisch bereits voll.“ Angesichts der guten Verkehrsanbindung der Gemeinde sei die Nachfrage groß. Große Hoffnungen setzt Göbbels daher in das interkommunale Gewerbegebiet mit der Stadt Düren, an der neuen A 4-Anschlussstelle Luchem, das Arbeitsplätze im sich abzeichnenden Strukturwandel sichern und die Einnahmesituation der Gemeinde verbessern soll. „Ich setze dabei vor allem auf den gesunden Mittelstand“, betont der Bürgermeister.

Wie wichtig Einnahmeverbesserungen sind, zeigt auch, dass bei den Mitarbeitern im Rathaus nicht mehr gespart werden kann. „Das hat uns das Gemeindeprüfungsamt bestätigt“, erklärt Göbbels.

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