Heimerfolg bei „Rund in Düren“: RSV auf allen Podestplätzen

Von: Carsten Rose
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Siegesschrei nach 65 Kilometern durch die Innenstadt: Frank Lütters (l.) siegt bei „Rund in Düren“ vor Nico Brenner. Foto: Rose
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Volker Bolte (r.) landet in dem Rennen der A/B-Klasse auf Platz drei. Foto: Rose
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Christian Wirtz gewinnt in der C-Klasse. Foto: Rose
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Jeweils beste Dürener in ihren Klassen: U 17-Fahrer Tim Neffgen holt Platz zwei, sein Vater Martin wird Fünfter bei den Senioren 2/3. Foto: Rose

Düren. Zwei Runden vor Schluss wurde es richtig hart. Der Wind, die starken Gegner, der klitzekleine Traum entschwindet in weite Ferne wie die Kräfte aus den Beinen – doch kurz darauf strahlte Volker Bolte vom RSV Düren. Der dritte Platz der Eliteklasse A/B war für ihn beim Heimrennen „Rund in Düren“ ein Riesenerfolg.

Ab Runde fünf gehörte er den Ausreißern an, zwölf Runden vor Schluss war dann für ihn klar, dass er den Gewonnen hat Frank Lütters (RV Blitz Spich aus Troisdorf) den Zielsprint gegen Nico Brenner (Cycle Your Life/Köln). Bolte rollte wenig später unter Beifall ein.

Heimsieg nicht einfahren kann. „Es war von Anfang an hart, und ein bisschen träumt man immer von dem Sieg. Aber mit dem dritten Platz bin ich sehr zufrieden“, sagte Bolte, der die neue Strecke lobte. Sie sei „richtig schön“ und in der Kurvenkombination Ahrweilerplatz, Wilhelmstraße, Weierstraße technisch anspruchsvoll; der Wind auf der folgenden Geraden sei zudem ein ordentlicher zusätzlicher Gegner gewesen.

Für den gastgebenden RSV war Boltes dritter Rang nicht das einzige Treppchen: Christian Wirtz gewann die C-Klasse, Tim Neffgen sprintete auf Platz zwei in der U 17, und sein Vater Martin entschied bei den Senioren 2/3 den Sprint des Hauptfeldes für sich und landete auf dem fünften Platz.

Dabei lautete der Plan ganz anders: Sven Rehbein sollte ursprünglich um den Sieg mitfahren. „Wir wussten, dass alle auf mich schauen werde, weil ich vorher sieben Rennen in Folge gewonnen habe“, sagte Martin Neffgen. Doch es kam anders, und Rehbein hat letztlich lange das Feld kontrolliert und für Neffgen die Arbeit geleistet, der den Sprint des Hauptfelds gewann und dabei mit Rainer Beckers (Team Starbikewear/Düsseldorf) einen der erfolgreichste Fahrer der Klasse auf Rang sechs verwiesen. Sieger Hardy Zimmermann (Squadra Ciclismo/Köln) war 2016 Deutscher Meister. Dessen Teamkollege Heinz Häusler wurde Zweiter.

„Kann Form nicht ewig halten“

„Es ist ein bisschen enttäuschend, dass man beim Heimrennen nach den Erfolgen zuvor nicht noch weiter vorne landet, aber man kann die gute Form eben nicht ewig halten“, resümierte Neffgen. Sein Sohnemann Tim wirkte noch mit einigem Abstand zu seinem Rennen etwas enttäuscht. „Der Sieg war für mich drin, aber ich habe mich am Sprint etwas verschätzt“, sagte der Youngster, der einen knappen Meter Rückstand auf Sieger Tim-Tom Teutenberg (Lexxi Speedbike/Bergisch Gladbach).

Da sich bei der U 17 zu wenige Fahrer angemeldet hatten, wurde die Klasse in ein Rennen mit der U 19 und den Frauen gepackt. Besser als eine Absage, aber anscheinend auch keine ideale Lösung. Tim Neffgen: „Man verliert leicht den Überblick, wenn noch andere Fahrer im selben Rennen fahren. Aber letztendlich war es nicht entscheidend dafür, dass ich nicht gewonnen habe.“ Über die neue Strecke sagten Vater und Sohn unisono, dass sie „überraschend gut“ gewesen sei und mitunter gar „besser als vergangenes Jahr“.

Aus diesem Grund sagte Sven Rehbein, Fahrer und 2. Vorsitzender des RSV Düren, dass man überlege, die diesjährige Strecke auch im nächsten Jahr zu wählen. „Wir haben durchweg gute Rückmeldungen bekommen“, sagte Rehbein zufrieden, den es indes wurmte, dass die Zuschauerresonanz abseits von Start und Ziel – der Bereich füllte sich am Ende des Hauptrennens mit 200 bis 300 Leuten – mitunter gleich null war.

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