Heimbacher wollen Tafelsilber Wald niemals verkaufen

Von: gkli
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Heimbach. Holz ist derzeit ein begehrter Rohstoff. Kommunen in der Eifel, die ihren Wald in Zeiten klammer Kassen nicht veräußerten, sondern an ihm festhielten, sind heute froh um diese Entscheidung.

Jetzt legte Horst-Karl Dengel, der Leiter des Regionalforstamts Hocheifel-Zülpicher Börde mit Sitz in Nettersheim, dem Heimbacher Rat den Forstwirtschaftsplan für das kommende Jahr vor. Die Stadt besitzt 604,52 Hektar Wirtschaftswald, den größten Anteil nehmen Kiefer (45 Prozent), Eiche (21 Prozent) und Fichte (14 Prozent) ein.

Vorgesehen ist für das kommende Jahr ein Einschlag von 3159 Festmetern Holz, was einem Erlös von 129.800 Euro entspricht. Zusätzlich nimmt die Stadt noch Jagdpachterträge in Höhe von 40.000 Euro ein. Dieser Einnahmenseite stehen Ausgaben, etwa für die Bewirtschaftung sowie für die Wegeunterhaltung, diverse Schutzmaßnahmen und Neupflanzungen von 33800 Euro gegenüber. Einstimmig genehmigte der Rat den Plan.

Ute Hass, Heimbacher Försterin, legte in diesem Zusammenhang die Zahlen für das abgelaufene Jahr vor, die ähnlich aussahen. Im Hergartener und im Hausener Wald wurden 3400 Festmeter Holz eingeschlagen, von diesem Ertrag konnte alles abgesetzt werden. 60 Prozent der Ernte ging beispielsweise als Papier- und Spanholz weg, 400 Festmeter landeten bei den Heimbacher Bürgern als Brennholz.

Einer Einnahme von 186.000 Euro, die sich zusammensetzt aus Holzverkauf und Jagdpacht, stehen Ausgaben in Höhe von 30.200 Euro gegenüber. Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer erinnerte daran, dass der Verkauf des Heimbacher Forstes vor einigen Jahren fünf bis sechs Millionen Euro eingebracht hätte. Einig waren sich die anwesenden Politiker, dass solch ein kostbares Bürgergut – Heinz Breuer, der Fraktionsvorsitzende der CDU, verglich den Wald mit Tafelsilber – niemals verkauft werden dürfe.

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