Heimbacher Künstler formt Werke aus Strandgut

Von: Bruno Elberfled
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Peter Sokol und Marita Jaeger mit den Werken aus hölzernen Fundstücke.

Heimbach. Das Fachwerkhaus in Heimbach Richtung Hasenfeld, in dem Peter Sokol mit seiner Frau lebt, hat sich schon seit Jahren unter den Händen des Künstlers geformt. Die Umrisse waren da, ein Sägewerk und ein altes Fachwerkhäuschen. Doch vor dem geistigen Auge sah Peter Sokol das fertige Haus.

Es waren nur noch einige „Kleinigkeiten“ wie etwa Möbel zu richten. Von seinen Spaziergängen, ob in der Nähe des Hauses, am Strand des Rursees, im Urlaub an den Stränden von Thailand, am Lago Maggiore oder am Mittelmeer, Peter Sokol, der Mann, der fast immer etwas Außergewöhnliches entdeckt, schleppt es mit.

Eine seiner neuesten Errungenschaften ist ein „Seeungeheuer“ aus „Khao Lak“ in Thailand, ein altes Stück Holz, das seiner Form nach dem gängigen Urteil standhält, wie Seeungeheuer auszusehen haben. Da braucht es nur noch ein bisschen Bearbeitung.

Auf einem langen Tisch stehen einige von Peter Sokols Werken. Auf den ersten Blick gleichen sie Schiffs- und Bootsmodellen, der zweite Blick jedoch lehrt den Betrachter eines Besseren. Aus hölzernen Fundstücken aller Art, aus Abfallhölzern, aus Holzschnitten, die Bildhauer bei ihrer Arbeit mit der Kettensäge produzieren, setzt Peter Sokol ungewöhnlich geformte Fahrzeuge zusammen, entsprungen einer Fantasie, die von den jeweiligen Formen angeregt wurde. Darunter Bretter von alten Weinkisten oder sonstige Gebrauchsgegenstände.

„Ich habe ein Auge für Formen, die die Natur bietet, und verarbeite sie zu einem neuen, vielleicht in der Realität so nicht vorkommenden Objekt“, beschreibt der Künstler seine Arbeit. So verändert er nur das Notwendigste, damit sich die Teile harmonisch zu einem Ganzen zusammenfügen.

Welches Holz Peter Sokol gerade in die Finger fällt, spielt keine Rolle. So finden sich heimische Hölzer mit tropischen Hölzern in trauter Eintracht wieder.

In der Ausstellung im ehemaligen „Bistro Eifelsinn“, Hengebachstraße / Teichstraße 5, werden auch Gemälde von Peter Sokol zu sehen sein: Acryl auf Leinwand, Mittel- und Großformate. Die Überschrift über diesen Werken lautet „Zwischen Himmel und Erde“. Zu sehen sind Ausschnitte gewaltiger Naturschönheiten, unter ihnen Höhlen am Meer, von Brandung umtost.

Zum Mittelpunkt seiner Ausstellung wird Peter Sokol seinen Lieblingspfund machen. Dazu erzählt er eine Geschichte. In der Nähe seines Hauses finden seit einiger Zeit Straßenarbeiten statt. Auf dem Weg nach Hause entlang dieser Straße stutzt er. Ein eigenartiges, bizarres Gebilde starrt ihm entgegen. Der Spaziergänger kann nicht erkennen, was es ist.

„Habe ich da ein Objekt aus Urzeiten gefunden?“, fragt er sich. Zu Hause reinigt er das Fundstück. Es nimmt immer mehr die Kopfform eines Tieres an. Eine Giraffe? Hier in Heimbach? Doch leider nicht aus Knochen, nur aus Holz, von welchem Baum weiß der Finder bis heute nicht. Wieder einmal ist die Suchlust des Künstlers befriedigt worden. Und der Giraffenkopf? Er wird Mittelpunkt der Ausstellung sein.

Warum Peter Sokol Fantasieprodukte herstellt und malt? Der Künstler antwortet philosophisch: „Wieder einmal habe ich Freundschaft mit meinen Gedanken und Gefühlen geschlossen, um mit ihnen gemeinsam weiter zu wandern.“

Ausstellungseröffnung ist am 10. August 2014, um 11.30 Uhr.

Geöffnet ist die Ausstellung samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Ab 13 Uhr gibt es ein „Künstlermenü“ von „Kulinarische Feldforschung“. Hierfür bedarf es einer Anmeldung:

Tel.: 02446/ 809752 oder im Internet unter www.kulinarische-Feldforschung.de.

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