Heimbacher Fraktionen verabschieden Haushaltsentwurf 2015 einstimmig

Von: gkli
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Heimbach. Thomas Wagenbach, Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen im Heimbacher Rat, sagte am Donnerstagabend in seiner Rede zum Haushaltsentwurf 2015: „Die Zahlen sind sehr ernüchternd. Vor zwei Jahren wurde ein Defizit in der Gemeindekasse für 2015 von 1,8 Millionen Euro prognostiziert.“ Tatsächlich wird im kommenden Jahr ein Minus von 2,378 Millionen Euro im Heimbacher Haushalt klaffen.

Bis 2023 verlangt das Haushaltssicherungskonzept, in dem sich die kleine Burgstadt derzeit befindet, einen ausgeglichenen Haushalt. Ab 2019 soll keine Neuverschuldung mehr stattfinden. Die Ideen der einzelnen Fraktionen, um diese Ziele zu erreichen, sind stellenweise unterschiedlich. Den Tourismus möchte Josef Jörres, Fraktionschef der UWV, voran getrieben wissen. Darin sieht er auch eine Möglichkeit, den Leerstand im Kernort zu reduzieren. Die interkommunale Zusammenarbeit forderte Hubert Kast, FDP-Fraktionschef. Kast: „Man kann zwar mit Recht über Bund, Land und Kreis schimpfen, aber es wird uns 2015 keinen Cent in die Kasse spülen.“ Matthias Dürrbaum, Fraktionsvorsitzender der SPD, betonte : „Wir möchten in enger Zusammenarbeit mit den Bürgern die Zukunft gestalten. Wir möchten Altes, wie etwa die Kreisumlage, hinterfragen und Neues zulassen.“

Weitere Einsparmöglichkeiten sieht er in der interkommunalen Zusammenarbeit. Heinz Breuer als Fraktionschef der CDU stellte die externen Belastungen als ein sehr großes Problem der Stadt da. Er kritisierte massiv die ungerechte Schlüsselzuweisung der ländlichen Kommunen gegenüber den Großstädten. Breuer: „Wieso ist ein Bürger der Stadt Köln dem Land bei den Schlüsselzuweisungen 40 Prozent mehr wert als ein Bürger von Heimbach?“

Was er lobend erwähnte, war die über die Stadtgrenzen hinaus bekannte „Heimbacher Ratskultur“. In diesem Gremium werde diskutiert und konstruktiv gestritten, doch letztlich bestimme nicht Parteigezänk die Entscheidungen, sondern das Wohl der Bürger. Und da sind sich die fünf Fraktionen fast immer einig. So fiel auch der Beschluss zum Haushaltsentwurf 2015 einstimmig aus.

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