Heimbach - Heimbach: Bürgermeister kündigt „Sommer der Entscheidungen“ an

Heimbach: Bürgermeister kündigt „Sommer der Entscheidungen“ an

Von: Franz Sistemich
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Stichwort „Kulturtreibhaus“: Die ehemalige Gewächshäuser einer Gärtnerei verfallen immer mehr. Sommerblumen zum Verkauf werden dort schon lange nicht mehr gezogen. Einem Planer schwebt dort eine multifunktionale Begegnungsstätte vor. Foto: Franz Sistemich
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Stellte vor gut zwei Jahren die Überlegungen zur Offenlegung des Heimbachs vor: Bürgermeister Peter Cremer (links).

Heimbach. Peter Cremer, der Bürgermeister der Stadt Heimbach, hat einen „Sommer der Entscheidungen“ angekündigt. Entscheidungen, die Projekte mit einem Umfang von 6,5 Millionen Euro umfassen. Maßnahmen, die in der kleinen Stadt an der Rur teilweise nicht unumstritten sein dürften. Das Stichwort lautet: „Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes für den Stadtkern“.

Heimbachs Kommunalpolitiker beschäftigen sich kürzlich wieder mit dem aktuellen Sachstand.

Beispielsweise mit der Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Heimbach, dem Nadelöhr Hengebachstraße. Der vielleicht kritischste Punkt liegt unter Straße und Gehwegen: der Heimbach. Seine geplante Offenlegung stößt auf heftigen Widerstand von Anwohnern und Geschäftsleuten, die an der schmalen Straße mit ihren Läden ihr Brot verdienen. Sie befürchten enorme finanzielle Einbußen während der Bauzeit, vor allem wenn die Straße gesperrt werden sollte.

So sagt der parteilose Bürgermeister, dass für die Maßnahmen an der Hengebachstraße als zentralem Baustein ein intelligentes optimales Baustellenmanagement nötig sei. Denn selbst wenn die Offenlegung des Heimbaches nicht realisiert werden sollte, droht unter der Straße Ungemach: Die 70 Jahre alte Verrohrung des Baches muss dringend auf ihren Zustand untersucht werden. Und weil auch andere Rahmenbedingungen noch nicht bekannt sind, können die Planungen nicht fortgesetzt werden. Peter Cremer: „Wir müssen aber im Interesse der Geschäftsleute und Anwohner in puncto Hengebachstraße schnell Entscheidungen treffen.“

Spatenstich im Spätherbst

Noch im Spätherbst dieses Jahres könnte, so der Bürgermeister, der Spatenstich zur Neugestaltung des Rurufers erfolgen. 1,4 Millionen Euro soll diese kosten, 70 Prozent – wie auch bei den zukünftigen Maßnahmen des Handlungskonzeptes – gibt das Land NRW als Zuschuss. Im Zusammenhang mit den Arbeiten am Rurufer werden auch Überlegungen angestellt, das Gebiet um den Bahnhof attraktiver zu gestalten und die Endstation der Rurtalbahn besser an das Stadtzentrum auch barrierefrei anzuschließen. Sollten die Überlegungen in die Tat umgesetzt werden, dann könnte auch der gut genutzte Wohnmobilhafen verlegt werden.

Um Fußgängern, besonders Gehbehinderten, den Weg in den Bereich des höhergelegenen Hauses Schönblicks aus dem Tal zu erleichtern, gibt es die Überlegung, den Höhenunterschied von 15 Metern beispielsweise mit einem Lift samt Plattform zu überwinden.

Bisher müssen Fußgänger vom Kreisverkehr aus über den Gehweg an der Landstraße Richtung Hasenfeld gehen – speziell für ältere Menschen (mit Rollator) oder für Personen, die mit einem Kinderwagen unterwegs sind, ein beschwerliches Unterfangen.

Und weil ein Grundstück unterhalb des Friedhofs nicht mehr für dessen Erweiterung gebraucht wird, könnte dort ein neues Baugebiet entstehen. Cremer: „Wir benötigen Wohnraum für junge Familien und Senioren, ich wünsche mir generationengerechtes Wohnen auch in Heimbach.“ Eine technische Lösung zur Überwindung des Höhenunterschiedes zwischen Rur und Haus Schönblick könnte den Bereich für Häuslebauer attraktiver machen.

Ein berichtenswertes Ergebnis gibt es noch nicht für die Fläche, die im Handlungskonzept unter dem Titel „Machbarkeitsstudie Kulturtreibhaus“ läuft. Das ehemalige Gelände einer Gärtnerei auf der anderen Rurseite gegenüber der Burg Hengebach verfällt weiterhin. In den Gewächshäusern wächst alles Mögliche, nur keine Sommerblumen mehr. Nach den Wunschvorstellungen eines Planungsbüros könnte dort eine multifunktionale Begegnungsstätte entstehen...

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