Heavy-Metal-Band Koroded: Nach vier Jahren wieder auf der Bühne

Von: Tobias Röber
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Wieder da: Nach vierjähriger
Wieder da: Nach vierjähriger Pause haben sich Koroded wieder zusammengefunden. Frank Fleckenstein, Andreas Leifeld, Christoph Golks, Jan Röder und Ben Overmann lassemn sich nun überraschen, wohin der Weg führt. Foto: Röber

Düren. Nein, nach Heavy Metal sehen die Proberäume der Band Koroded von außen wahrlich nicht aus. Das Mauerwerk kommt in einfachem Weiß daher, im Innenhof steht ein kleiner Pool, und es gibt sogar einen romantischen, mit Efeu bewachsenen Torbogen gleich nebenan.

Ein paar dumpfe Klänge dringen dann und wann nach außen. Seit einigen Wochen wird in Mariaweiler wieder geprobt. Nach vier Jahren Pause haben sich die einst aufstrebenden Metaller von Koroded wieder zusammengefunden.

Koroded ist ein Quintett mit einer doch recht bewegten Geschichte. Jan Röder (34 Jahre alt), Andreas Leifeld (34), Frank Fleckenstein (29), Ben Overmann (32) und Christoph Golks (28) haben bereits viel erlebt. Wohin die Reise jetzt führt, da lassen sich die fünf Musiker überraschen.

International auf Tour

Es war der 15. April 1997, als Koroded gegründet wurde. Sänger Jan Röder und Gitarrist Andreas Leifeld kannten sich seit der Schule und beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Harte Musik. Weitere Musiker kamen und gingen wieder, allein auf neun Bassisten kommt Koroded in der Bandgeschichte.

Wer sich diese ausführlich erzählen lässt, bekommt einen ungefähren Eindruck, was die Musiker alles erlebt haben. Bereits im Sommer 1997 nahm Koroded die erste EP auf, quasi ein Mini-Album. Es folgte das erste komplette Album, dieses „Spiel” wiederholte die Band in den Folgejahren. Und natürlich ging es auf Tour. Anfangs durch Deutschland, nach Belgien, Frankreich und in die Niederlande. Später kamen Ungarn, Italien, England und Dänemark hinzu.

Koroded spielte längst nicht mehr auf kleinen Bühnen und Clubs, sondern stürmte große Bühnen. 2004 folgte der nächste große Sprung: Das Magazin Rock Hard bewertete ihre EP „The absurd beauty of being alone” mit 9,5 von zehn möglichen Punkten. Dennoch war es auch ein hartes Brot. In fremden Ländern sahen sie viel Armut, die nachdenklich machte.

Und auch die Band selbst musste trotz der Erfolge hart arbeiten, jeder musste noch nebenher Geld verdienen. Vor vier Jahren machte die Band dann ihrem eigenen Namen irgendwie alle Ehre. Koroded steht für Zerfall, die Texte der Band drehen sich um Probleme, um die Menschen, die die Welt zu Grunde richten. Auch das ist ein Kennzeichen dieser Musikrichtung. Tattoos und lange Haare wirken auf viele Menschen etwas befremdlich. „Nur weil man wild aussieht, ist man doch nicht wild”, entgegnet Andreas Leifeld.

2007 war dann auch bei Koroded selbst Schluss. Vorerst. „Ich war einfach leer, mir fiel nichts mehr ein”, blickt Jan Röder zurück. „Die anderen haben alle in anderen Projekten weitergemacht und mich irgendwann gefragt, ob wir unsere alten Songs nicht mal wieder spielen sollen”, erinnert sich der Sänger. Er ließ sich überreden und stellte fest: „Es hat funktioniert.” Erste Auftritte wie das „Wiederauferstehungskonzert” im Komm haben bei Band und Fans Lust auf mehr gemacht.

Dabei hat sich eine Menge geändert. Einige Bandmitglieder freuen sich über eigenen Nachwuchs, die „jungen Wilden” von einst sind ruhiger geworden und setzen andere Prioritäten. Andreas Leifeld etwa trägt keine langen Rastazöpfe mehr. Aber das äußere Erscheinungsbild spielt für die Musik ja ohnehin keine Rolle.

Koroded tritt am Donnerstag, 30. Juni, in Köln auf, unter anderem steht an diesem Abend noch Pro-Pain auf der Bühne.

Am 24. September ist die Band beim KSE-Festival in Jülich zu sehen, es folgen Auftritte unter anderem in Hückelhoven und Niederkrüchten.

Wer mehr über Jan Röder, Andreas Leifeld & Co. erfahren möchte, bekommt Informationen über Band und Termine im Internet.

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