Düren - „Haus für Alle”: Unverständnis über politische Zweifel

„Haus für Alle”: Unverständnis über politische Zweifel

Von: Jörg Abels
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Die Projektgruppe „Haus für
Die Projektgruppe „Haus für Alle” ruht sich nicht aus, sondern passt ihr Bewirtschaftungskonzept nach eigenen Angaben permanent an die Planungen an. Foto: Abels

Düren. Der geforderte Trägerverein sei längst gegründet, das Bewirtschaftungskonzept werde permanent an die neuen Entwicklungen angepasst, Gespräche mit gemeinnützigen Betreibern des kleinen Cafés stünden kurz bevor.

Die Projektgruppe „Haus für Alle” der Stadtteilvertretung Düren-Nord kann die in der vergangenen Woche aufgekommenen Zweifel der Politik an der Seriosität ihrer Bemühungen um ein tragfähiges Finanzierungskonzept für die geplante Begegnungsstätte am Nordpark nicht nachvollziehen.

Finanzausschuss und Stadtrat hatten mehrheitlich beschlossen, die städtischen Mittel für den nunmehr mit 650 000 Euro kalkulierten Umbau der Awo-Altentagesstätte, der vom Land im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt NRW” zu 80 Prozent gefördert wird, erst dann freizugeben, wenn ein seriöses Konzept vorliegt.

Rita Vogt, Sprecherin der Projektgruppe, versichert, dass die Stadtverwaltung stets über alle Schritte der Projektgruppe informiert gewesen sei, Unterlagen aber offenbar nicht weitergegeben wurden. „Wir kennen und respektieren die Vorgabe, dass mit dem Haus keine zusätzlichen Betriebskosten für die Stadt entstehen dürfen”, betont Vogt und verweist bei den Bemühungen der Projektgruppe und des nun gegründeten „Trägervereins „Stadtentwicklung Düren-Nord” auf einen Prozess, der wie bei jedem Wohnhaus-Neubau mit jeder Planungsstufe konkreter werde. „Wir nehmen unsere Verantwortung sehr ernst”, versichert Vogt.

Dass sich das „keineswegs überdimensionierte Haus aus eigener Kraft finanziell tragen wird”, steht für die Norddürener selbst dann außer Frage, wenn die in ihrem bisherigen Bewirtschaftungskonzept eingeplanten privaten und projektbezogenen Mieteinnahmen nicht ganz so üppig fließen sollten. Ralf Schmitz verweist auf die Einnahmen aus dem immer erfolgreicheren Nordstadtfest, die bislang nur mit 1000 Euro berücksichtigt wurden, tatsächlich aber weitaus höher liegen, und auf die Mitgliedsbeiträge des Trägervereins, der schon jetzt 80 Mitglieder habe. Im Übrigen, und auch darauf weisen Rita Vogt, Ralf Schmitz und Atila Balikci hin, geht die Projektgruppe davon aus, dass die Kosten des Umbaus durch Eigenleistungen auch noch spürbar gesenkt werden können.

Die Norddürener hoffen, dass die Zweifel der Politik in Kürze ausgeräumt werden können und noch in diesem Jahr der Spatenstich erfolgen kann, schließlich sei erst das „Haus für Alle” der Garant für einen nachhaltigen Erfolg des gesamten Projekts „Soziale Stadtentwicklung”, ein Ort des Miteinanders und der Integration.
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