Haus der Stadt schlägt im Takt von „Bi-Cussion“

Von: Jana Peterhoff
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„Bi-Cussion“ aus Bielefeld mit Leiter Jörg Prignitz, gebürtiger Dürener, sorgte für Schlagzeuggewitter im Haus der Stadt. Foto: Jana Peterhoff

Düren. Gut 20 junge Menschen stürmten auf die Bühne im Haus der Stadt. Jeder trug eine Trommel vor sich und es wurde zuerst einmal laut. Mit „Don‘t care about us“ von Michael Jackson eröffnete das Schlagzeug-Ensemble „Bi-Cussion“ aus Bielefeld das Konzert „Zurück zu den Wurzeln“.

Jörg Prignitz, Schlagzeugdozent und Leiter des Ensembles, war mit seinen musikalisch-begabten Sprösslingen in seine alte Heimat Düren zurückgekehrt. Im Gepäck hatte er außer vielen Jahren Konzerterfahrung, auch noch verschiedene Schlaginstrumente und vielfältige, schwierige Kompositionen.

Seine Musikkarriere begann hier, auch seine Liebe zum Schlagzeug entdeckte der damalige Schüler der Realschule Brezelweg in Düren. Die lange Reise in die Musikwelt begann für ihn vor mehr als 40 Jahren mit Schlagzeugunterricht an der Musikschule Düren.

Sein Schlagzeuglehrer, Josef Offelder, heute 88 Jahre alt, begleitete Prignitz auch während seines Schlagzeug-Studiums an der Musikhochschule Aachen. Er saß beim Konzert im Haus der Stadt als Ehrengast im Publikum.

Rhythmus ist alles

Das ganze Leben ist ein Rhythmus. Die Herrscher über den Rhythmus sind zwischen elf und 20 Jahren alt. Das Schlagzeug sei nicht nur laut, beteuerte der Leiter und Dirigent. Nach seinem ersten Paukenschlag sorgte er für hörbare Beweise. Sie landeten in schönen, abgerundeten Kompositionen wie „Tarzan“, „Golden Eye“, in „Double Groove“ von Kopetzki oder „Still loving you“ von den Scorpions. Natürlich wurden populäre Songs und Stücke zuerst einmal angepasst oder arrangiert. Dabei bekamen sie einen besonderen, neuen Klang und wurden trotzdem erkannt.

Die abwechslungsreichen und authentischen Töne und Rhythmen erzeugten einzigartige, energiegeladene Momente. Einigen ruhigen Sequenzen folgten dynamische Kraftakte. „Bi-Cussion“ ist weit über die Grenzen Ostwestfalens hinaus bekannt und preisgekrönte Auftritte im In- und Ausland sind fast Normalität geworden, ebenso die erfolgreiche Teilnahme an den Wettbewerben „Jugend musiziert.“

Ehemalige Percussionisten waren als Gastgruppe eingeladen. Vier von ihnen gründeten die Band „4beatz“, die an dem Abend ebenfalls eigene Stücke präsentierte und dem Dürener Publikum eine Uraufführung bot: Ihr Stück „Karanga“ entstand in Tansania und spiegelt den Tagesablauf eines afrikanischen Stammes.

Auch der Kompositionsstudent Maximilian Guth stellte sein eigenes Stück vor.

Marimbas, Xylophone, Glockenspiele, Vibrafone, Kesselpauken, Drums, japanische Trommeln und zahlreiche Percussion-Instrumente und das Zusammenspiel zwischen ihnen machten das Konzert aus der Veranstaltungsreihe „Heimat. Sehnsucht. Identität.“ für die Zuhörer zu einem besonderen Abend.

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