Haus der Stadt feiert 20-jähriges Bestehen mit Festakt

Von: Hannes Schmitz
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Ein hervorragendes Ensemble um
Ein hervorragendes Ensemble um Holger Schwiers bot mit der Aufführung „Jedermann” einen grandiosen Theaterabend. Foto: Schmitz

Düren. Über 50 Jahre dauert nun bereits ihre Karriere: Schauspielerin, Regisseurin und Intendantin Ellen Schwiers. Die „Grande Dame” des Theaters gastierte mit ihrem Tourneetheater „Das Ensemble” im Haus der Stadt.

Auf dem Spielplan stand Hugo von Hoffmannsthals Spiel vom Sterben des reichen Mannes, dem „Jedermann”. Des Dichters Parabel von der Macht des Geldes und der Vergänglichkeit des Lebens ist nach wie vor zeitlos aktuell und war ein Höhepunkt der Festlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des Hauses der Stadt.

„Theater ist ein Lebensmittel, wir fühlen uns als Therapeuten”, gab Ellen Schwiers beim Festakt Einblick in die Schauspielerseele, „wir spüren die Emotionen beim Publikum”. Die Gemütsbewegungen der Zuhörer konnte die Schauspielerin mit ihren Protagonisten des Abends besonders erfahren, als das Stück endete. Eine hochkarätige, vielfach ausgezeichnete Aufführung, die deutlich machte, dass die Bühne noch immer die Welt (be-)deuten kann.

Das Ansehen, welches das Haus der Stadt als Theater für die Bürger im weiteren Umkreis hat, stellte Bürgermeister Paul Larue heraus. „Wir wollen die Kulturbühne der Region sein”, sagte der Ratsvorsitzende aus. Er machte aber auch klar, dass die Stellung „ständig erobert sein will” zwischen den Großstädten.

„Die Bürger haben es in der Hand, ihr Haus mit Leben zu erfüllen”, erinnerte Paul Larue an die Worte des ehemaligen Ministerpräsidenten und späteren Bundespräsidenten Johannes Rau bei der Eröffnung des Hauses vor zwei Jahrzehnten. Nur kurz blickte er auf das „Theater um das Theater” bis der erste Vorhang aufgezogen wurde, eher flüchtige Hinweise auf Mehrkosten und kurze Begrüßungen von Politikern und Verwaltungsleuten, die mit dazu beitrugen, dass das Haus der Stadt, trotz heftiger Widerstände verschiedener „Oppositionspolitiker”, doch gebaut wurde.

Ansonsten hielt sich Paul Larue lieber in der Gegenwart auf und hofft auf einen neuen Baudezernenten, der es richten soll, dass das Haus „mehr Anschluss an die City” bekommt. „Vom Ambiente her muss das Haus in die Mitte der Stadt geholt werden”, konkretisierte der Bürgermeister langjährige Forderungen nach einer „kulturellen Stadtentwicklung”.

Auch der kommissarische Leiter des Dürener Kulturbetriebes, Gerhard Lange, und die künstlerische Leitung des Theaters Düren, Monika Rothmaier-Szudy, ließen Stationen der Geschichte des Hauses Revue passieren. Seinen damaligen Auftrag, „das Haus aus den Negativ-Schlagzeilen der 90er Jahre zu holen”, sieht Gerhard Lange als erfüllt an. Mit den Angeboten, die das Haus bietet, sei man am Ende der Kapazitäten angelangt. Die künstlerische Leitung hob einige Theateraufführungen hervor und unterstrich die Verbundenheit von Ellen Schwiers zu Düren. Ihr Vater war vor dem Krieg einige Zeit am Theater Düren angestellt und ihre ersten Bühnenversuche machte die großartige Schauspielerin, wie sie selbst mitteilte, auf der Märchenbühne.
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