Hauptschule Gürzenich steht vor der Auflösung

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Gürzenich. Die Hauptschule Gürzenich hat wohl endgültig keine Zukunft mehr. 13 Anmeldungen für das Schuljahr 2014/2015 in der Jahrgangsstufe 5 reichen nicht aus, um eine Eingangsklasse zu bilden.

Dies hat die Bezirksregierung Köln als Schulaufsichtsbehörde der Stadt Düren bereits Ende Mai mitgeteilt. Gleichzeitig wird die Stadt Düren in der Verfügung aufgefordert, zu gegebener Zeit einen Auflösungsbeschluss für die Hauptschule Gürzenich an die Bezirksregierung zu übersenden.

Über das weitere Vorgehen wird der Dürener Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch, 2. Juli, ab 17 Uhr, im Kreishaus beraten. Eine Möglichkeit wäre, die Schule sukzessive auslaufen zu lassen. Das heißt: Die derzeitigen Jahrgänge 5 bis 9 könnten erst einmal weiter unterrichtet werden, „solange ein ordnungsgemäßer Unterricht aufrechterhalten werden kann“, hieß es auf Anfrage aus dem Schulverwaltungsamt. Wie viele Jahre dies möglich wäre, hängt nicht zuletzt von der Bezirksregierung ab, die entsprechende Lehrer zur Verfügung stellen muss.

Im vergangenen Jahr noch hatte die Einrichtung einer „integrativen Lerngruppe“ die Hauptschule gerettet. Noch einmal eine Eingangsklasse zu bilden mit mehreren Schülern, die einen sonderpädagogischem Förderbedarf haben, kam jedoch nicht mehr in Frage. Auch die von der Stadt ins Auge gefasste Kooperation der Förderschule am Cornetzhof mit den Hauptschulen Burgauer Allee und Gürzenich wurde von der Bezirksregierung abgelehnt.

Das „Aus“ der Hauptschule Gürzenich will die „Rote Ampel“ zum Anlass nehmen, um mit einem Dringlichkeitsantrag den von ihr geforderten Schulentwicklungsplan für Düren doch noch vor den Sommerferien in Auftrag zu geben, kündigte SPD-Chefin Liesel Koschorreck an. Ob der Schulstandort Gürzenich dann noch eine Zukunft hat, wird sich zeigen.

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