Nörvenich - Hauptschule als berufsorientierte Alternative zur Realschule

Hauptschule als berufsorientierte Alternative zur Realschule

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Will die Hauptschule durch eine Schule für Basis- und Berufsbildung ersetzen: Ingola Schmitz (FDP-Fraktion Nörvenich). Foto: Abels

Nörvenich. Die Hauptschulen kämpfen vielerorts um ihre Existenz. Auch die in Nörvenich leidet unter rückläufigen Schülerzahlen und ist von der Schließung bedroht. Einen Grund sieht die Nörvenicher FDP-Fraktion in der Stigmatisierung der Schüler und der Schulform an sich, die von vielen nur noch als Betreuungsanstalt angesehen wird.

Um den Schulstandort zu retten, schlagen die Liberalen vor, die Nörvenicher Einrichtung in eine Ganztagsschule für Basis- und Berufsbildung umzuwandeln. „Die Jugendlichen müssen hier die Chance haben, den gleichen Abschluss wie auf Real- und Gesamtschulen machen zu können”, erklärt die FDP-Fraktionsvorsitzende Ingola Schmitz. „Nur auf einem alternativen Weg, der ihren oft besseren praktischen Fähigkeiten entgegenkommt.”

Die Oberstudienrätin versteht ihre Idee als berufsorientierte Alternative zu den Real- und Gesamtschulen. Als Unterrichtsbasis sollen die sogenannten Mint-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik dienen.

„Zudem sollen die einjährigen Bildungsgänge Berufsorientierung und Berufsgrundschuljahr sowie zwei zweijährige Grundbildungsgänge der Berufsfachschulen im Bereich Ernährung und Hauswirtschaft eingebunden werden”, erklärt Ingola Schmitz den Ansatz, der eine Kooperation zwischen der Gemeinde als bisherigem Schulträger und dem Kreis Düren als Träger der Berufskollegs erforderlich machen würde. „Bereits ab der 5. Klasse sollen zudem Verhaltenskurse, Lernbüros, individuelle Förderungen und Förderkurse dazu beitragen, die Schüler als kompetente, mündige und ausbildungsfähige junge Menschen in die Berufswelt zu entlassen.”

Die Schulform, davon ist Ingola Schmitz überzeugt, würde bestehende Lücken schließen, sich durch intensive berufliche Orientierung profilieren, den Schülern Perspektiven in Berufen des gewerblich-technischen und des Ernährungs- und hauswirtschaftlichen Bereichs eröffnen und auch schwächeren Schülern die Chance bieten, einen mittleren Schulabschluss zu erlangen.

Ingola Schmitz hat bereits beim NRW-Schulministerium vorgefühlt. Das sei durchaus bereit, das Konzept in Form eines Schulversuchs in Nörvenich zum Schuljahr 2011/12 zu testen, sollten Gemeinde und Kreis einen Antrag stellen. Erst einmal stehen aber jetzt Beratungen in den kommunalen Fachgremien auf dem Programm.
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