Hauptschulabschluss: 35 Personen nutzen ihre zweite Chance

Von: fjs
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Die gebotenen Chancen genutzt: Hauptschulabschlusszeugnisse nahmen die Teilnehmer zweier schulischen und beruflich-schulischen Maßnahmen bei der Lowtec mit Stolz entgegen.

Düren. Was tun, wenn man als junger Mensch schulisch oder beruflich aus der Bahn geworfen wird? Man holt sich Hilfe. Quasi eine zweite Chance.

„Der Schulabschluss ist die Eintrittskarte in den Beruf“, gab Britta Hourtz, Leiterin des Sachgebiets Fallmanagement bei der Jobcom des Kreises Düren, den jungen Leuten mit auf den Weg, die eine Chance bei der Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft „Lowtec“ nutzten und nun ihre Hauptschulzeugnisse erhielten. In zwei Modellprojekten, gefördert aus dem Europäischen Sozial-fonds und von der Jobcom, nahmen sie eine wichtige Hürde auf dem Weg in die berufliche Zukunft.

Die Bezeichnungen der Maßnahmen erscheinen zunächst geheimnisvoll. „KuBIG“ ist die Abkürzung für „Kultursensible Berufsgrundqualifizierung und Integration im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe“. Acht Hauptschulzeugnisse überreichten Marion Klein-Bojanowski (Lowtec) und Willi Vitzer, Leiter der Golt-steinschule in Inden, an die Frauen und Männer, die neben dem Hauptschulabschluss noch ein Praktikum in der Gesundheits- und Krankenpflege leisteten.

Heinz Lönneßen, Leiter der Pflegeschule am Krankenhaus Düren, konnte bereits neue Bewerber für die dortige Ausbildung zur Pflegediensthilfskraft kennenlernen. „Ein Zeichen, dass wir gut kooperieren“, sagte Marion Klein-Bojanowski. Dieses Angebot ist insbesondere für Frauen mit Kindern interessant.

„KuBIG“ verfolgt das Ziel, auf einer strukturellen und arbeitsmarktpolitischen Ebene mit der LVR-Klinik und dem Krankenhaus Düren ein Bildungszentrum für Gesundheitsberufe zu gründen. Die Teilnehmer, die jetzt ihre Zeugnisse erhielten, haben teilweise einen Migrationshintergrund und kommen aus der Türkei, dem Irak, Simbabwe und Russland. Das Programm hat noch eine Laufzeit bis März 2019.

Ebenfalls ihre Zeugnisse erhielten die 27 Absolventen „Produktionsschule“. Sie ermöglicht jungen Menschen bis 25 Jahren, einen Schulabschluss zu erlangen. Sie erreichten den Hauptschulabschluss und konnten sich unter realen betrieblichen Bedingungen bei Lowtec in verschiedenen Produktionsbereichen erproben, wie Ulli Ritter, Projektleiter bei Lowtec, erläuterte.

„Wir bieten eine Orientierung, wohin es gehen könnte“. Es besteht eine enge Kooperation mit dem Sozialwerk Dürener Christen. Und damit in der „Produktionsschule“ nicht für den Abfall produziert wird, wird bereits jetzt Honig ebenso wie Bohlenmöbel oder Solarkocher angeboten.

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