Hat Langerwehe zu viele Ortsvorsteher?

Von: Sandra Kinkel
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Langerwehe. Sind zehn Ortsvorsteher für die Gemeinde Langerwehe zu viel? Der Meinung sind jedenfalls die Kommunalpolitiker von Bündnis 90/Die Grünen, die nach 2009 bei der jüngsten Ratssitzung der Töpfergemeinde erneut den Antrag gestellt haben, die Zahl der Ortsvorsteher zu halbieren.

Der Antrag wurde mit den Stimmen von SPD und CDU abgelehnt. Nur noch Langerwehe und Luchem, so der Vorschlag der Grünen, sollen demnach in Zukunft einen eignen Ortsvorsteher haben, der Ortsvorsteher Jüngersdorf solle für Jüngersdorf, Stütgerloch und Pier zuständig sein, der Ortsvorsteher Wenau für Hamich, Heistern Schönthal und Wenau und der Ortsvorsteher Schlich für Geich, Obergeich, DHorn, Merode und Schlich.

Hans-Jürgen Knorr, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen: „Der Ortsvorsteher von Langerwehe ist für einen Ort mit 4200 Einwohnern zuständig. Der für Geich aber nur für 230 Menschen. Das steht für uns in keiner Relation.“ Schon heute, so Knorr weiter, wäre es ja so, dass sich Wenau, Hamich, Heistern und Schönthal einen Ortsvorsteher teilen würden. „Diese Orte liegen zum Teil weit auseinander und es funktioniert trotzdem.“

Auch die FDP-Fraktion aus Langerwehe hält eine Reduzierung der Zahl der Ortsvorsteher für sehr sinnvoll. „Wir sollten auch ans Sparen denken“, so Hans-Joachim Riediger. „Durch fünf Ortsvorsteher weniger könnte die Gemeinde im Jahr 30 000 Euro einsparen. Und das ist ja schon eine große Summe.“

Für die CDU kommen weniger Ortsvorsteher für Langerwehe nicht in Frage. Astrid Natus-Can: „Eigentlich ist der Kernort Langerwehe mit 4200 Einwohnern für nur einen Ortsvorsteher schon viel zu groß. Eigentlich müssten wir darüber nachdenken, einen zusätzlichen Ortsvorsteher zu etablieren.

Schließlich soll dieser wichtige Posten ja auch ein Ehrenamt bleiben.“ Und Dr. Jürgen Breitenstein von der SPD ergänzt: „Die geografische Nähe zwischen zwei Ortsteilen ist kein Kriterium für nur einen Ortsvorsteher. Schlich und Merode beispielsweise sind historisch gewachsene Orte, die sich nie einen Vorsteher teilen wollten.“

„Jeder unserer Ortsvorsteher“, beendete schließlich Bürgermeister Heinrich Göbbels die Diskussion, „ist sein Geld absolut wert.“ Die Ortsvorsteher als Identifikationsfiguren für die Bürger und Bindeglied zwischen den Einwohnern und der Politik leisteten unglaublich viel für die Gesellschaft. „Und sie investieren auch eigens Geld. Daran sollten wir nicht sparen.“

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