Harte Rockklänge lassen das Komm beben

Von: Lukas Weinberger
Letzte Aktualisierung:
rockbu
Sorgten für grandiose Stimmung - und bei dem einen oder anderen Zuhörer am Tag danach für ein Piepen im Ohr: Try to infect. Foto: Weinberger

Düren. Plötzlich standen sie sich gegenüber, Auge in Auge. Als schrille Gitarrenriffs ertönten, der Schlagzeuger auf seine Drums eindrosch und „Try to infect”-Sänger Daniel ins Mikrofon brüllte, ging es los. Körper flogen gegeneinander, Schweißperlen spritzten durch die Luft.

Während es auf dem Stadtfest gesittet zuging, wurde beim Rockmarathon der Dürener Musikinitiative SUMO Pogo getanzt.

Neun Formationen

Schon zum dritten Mal bot SUMO die junge Alternative zum Dürener Stadtfest an. „Die ersten beiden Auflagen waren sehr gut besucht und auch in diesem Jahr ist der Zuspruch riesengroß”, freute sich Sandra Stephan, die den Marathon mit ihrem Kollegen Bernd Nefgen wieder organisiert hat.

Neun Bands, runde zehn Stunden Musik für nur fünf Euro - ein Marathon, ein günstiger dazu, war es wirklich. Und die Gruppen, die die Bühne des Komm-Zentrums rockten, waren keinesfalls unbeschriebene Blätter.

Im Gegenteil: In der Szene sind sie bekannt und beliebt. So hat die Kölner Band „Angels & Enemies” bereits einen Plattenvertrag, die Dürener Jungs von „Try to infect” starten im Dezember eine Englandtournee mit fünf Aufritten.

Pogo, Headbanging, Mitsingen - und auch die ein oder andere Luftgitarre wurde ausgepackt: Dicht gedrängt feierten die Rockfans. Vor allem die Dürener Bands „Cold Blood”, „The ghost of a campaigner”, „Insane Hate” und „Try to infect” brachten die Stimmung zum Kochen - und die Wände des Komms mächtig ins Wanken, denn für zartbesaitete Gemüter war der harte „Metalcore” auf keinen Fall geeignet.

In den letzten beiden Jahren war der Rock, der geboten wurde, noch sehr gemischt. Die einen Bands schlugen melodische Klänge an, die anderen setzten auf härtere Töne. Dieses Jahr bekamen die Ohren eines jeden Zuhörers durch schrille Gitarren, wummernde Bässe und dröhnende Schlagzeuge die volle Breitseite. „Es ist Zufall, dass es in diesem Jahr lauter und härter geworden ist”, erklärte Sandra Stephan.

Das Komm fast überfüllt, die Bands ist bester Form, die Stimmung großartig: Kein Wunder, dass viele der Besucher sich nun schon aufs nächste Jahr freuen. Denn dann will die Musikinitiative SUMO erneut das Fundament des Komm-Zentrums zum Erbeben bringen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert