„Harte Arbeit“: Jugendliche drehen Film über Düren

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Luca Hoecker, Kevin Richter, Celina Brendel und Kübra Bodur (von links) haben einen Film über ihre Heimatstadt Düren gedreht. Foto: S. Kinkel

Düren. „Fernsehen interessiert mich. Und diese Ferienaktion war etwas absolut Neues. Deswegen habe ich mitgemacht.“ Kevin Richter ist 14 Jahre und einer von elf Jugendlichen, die im Jugendzentrum „MultiKulti“ der Evangelischen Gemeinde einen Film gedreht haben. Genauer gesagt einen Film über Düren.

Das Projekt war Teil der Herbstferienaktion im „MultiKulti“ und wurde von Achim Böcking und Alex Spelsberg von der „Landesanstalt für Medien des Landes Nordrhein-Westfalen“ betreut. „Die Landesanstalt“, erklärt Alex Spelsberg, „ist beispielsweise dafür zuständig, dass es im Fernsehen nicht zu viel Schleichwerbung gibt. Aber ihre Aufgabe ist es auch, die Medienkompetenz der Bürger zu stärken. Und deswegen sind wir im Augenblick in Düren.“

Als Alex Spelsberg und Achim Böcking, die als freiberufliche Journalisten arbeiten, der Leiterin des „MultiKulti“, Maria Horn, ihr Projekt vorgestellt haben, war sie von der Idee gleich begeistert. „Medien und der richtige Umgang damit“, sagt die 50-Jährige, „ist in unserer täglichen Arbeit ein wichtiges Thema. Jugendliche müssen wissen, was sie beachten müssen, wenn sie beispielsweise bei Youtube einen Film hochladen möchten.“

Im Rahmen des Projektes haben die elf jungen Leute des „MultiKultis“ einen neunminütigen Film über Düren gedreht. Luca Hoecker (13) hat das „MultiKulti“ vorgestellt, Kübra Bodur und Chiara Böttcher haben eine Straßenumfrage gemacht und Celina Brendel hat sich darum gekümmert, dass der Film auch einen schönen Vorspann bekommt. „Ich war ein Reporter“, erzählt Luca. „Ich habe Dirk Jungbluth, der als Tontechniker im ‚MultiKulti‘ und Maria Horn interviewt.“ Das Freizeitheim, ergänzt der Schüler der Hauptschule Burgauer Allee, sei sein absoluter Lieblingsplatz in Düren. „Hier kann ich Billard spielen, Hausaufgaben machen, und es gibt eine Disco. Das alles wollte ich in meinem Film zeigen.“

Kevins Idee war es, schöne Seiten der Stadt Düren zu präsentieren. „Ich wollte Impressionen der Stadt zeigen“, sagt er. „Das Rathaus, die Christuskirche und das Leopold-Hoesch-Museum zum Beispiel. Damit alle, die sich den Film angucken, auch sehen, wie schön es hier ist.“

In ihrer Umfrage haben Kübra Bodur und Chiara Bötcher Menschen auf der Straße gefragt, wann und wie oft sie ihr Smartphone nutzen. „Das war schon anstrengend“, sagt Kübra. „Weil wir viele Leute ansprechen wollten und sich längst nicht jeder hat filmen lassen.“ Es sei eben längst nicht so, ergänzt Kübra, dass Fernsehleute sich einfach vor eine Kamera stellen und viel Geld verdienen würden. „Das ist sehr harte Arbeit.“

Überhaupt, diese Erfahrung haben die Jugendlichen, gemacht, gehöre zu einem guten Film viel mehr als das eigentliche Filmen. Kevin: „Ich habe für meine Impressionen über vier Stunden gedreht. Das ganze Material musste gesichtet und geschnitten werden. Das war wirklich sehr viel Arbeit.“ Und Celina Brendel (14) ergänzt: „Wir haben auch die passende Musik für unseren Film ausgesucht. Dabei war uns wichtig, dass wir nur Instrumentalstücke genommen haben. Schließlich sollen die Leute auf unseren Text hören und nicht auf den der Musik.“

Luca ist davon überzeugt, dass er sich demnächst seine Lieblingssendungen im Fernsehen mit ganz anderen Augen anguckt. „Es wird schon viel getrickst“, sagt er. „Aber es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, den Film über Düren zu drehen.“

Ab Montag, 28. November, wird „Unser Ort Düren“ mehrmals täglich auf „nrwision“, dem TV-Lernsender für Nordrhein-Westfalen. Er ist im digitalen Kabel von Unitymedia und NetCologne sowie auch NetAachen empfangbar. Außerdem kann die Sendung auch in der Mediathek von „nrwision“ angeschaut werden.

„Ich werde mir das auf jeden Fall dann noch einmal angucken“, sagt Kübra. „Und mich dann entscheiden, ob ich meinen Freunden sage, wo sie den Film sehen gucken.“ Ähnlich sieht das Luca auch. „Es ist schon ein komisches Gefühl, sich selbst in einem Film zu sehen. Und bevor ich dafür Werbung mache, gucke ich mir das lieber selbst zuerst einmal an.“

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