Düren - Haris Epaminonda ist die neue Preisträgerin der Peill-Stiftung

Haris Epaminonda ist die neue Preisträgerin der Peill-Stiftung

Von: Burkhard Giesen
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Haris Epaminonda (links) ist die neue Preisträgerin der Peill-Stiftung. Robert Elfgen (2.v.r.) und Rana Hamadeh (vorne rechts) werden mit einem zweijährigen Stipendium gefördert. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Sie lebt und arbeitet in Berlin, bedient sich der unterschiedlichsten Medien von Film bis zur Fotografie und Installationen und versucht so neue Bedeutungszusammenhänge herzustellen und atmosphärische Geschichten zu erzählen.

Die Rede ist von der 35-jährigen Künstlerin Haris Epaminonda, die aus Zypern stammt und von der Dürener Günther-Peill-Stiftung den mit 25.000 Euro dotierten Peill-Preis 2014 erhält. Gemeinsam mit ihr wurden am Donnerstag im Leopold-Hoesch-Museum auch die beiden Peill-Stipendiaten für den Zeitraum 2014 bis 2016 vorgestellt: Rana Hamadeh aus dem Libanon und Robert Elfgen, der in Köln lebt und arbeitet. Die Stipendiaten werden zwei Jahre lang mit jeweils 18.000 Euro unterstützt.

Repräsentative Ausstellung

Spannender ist das, was dann im Herbst 2016 passiert, wenn sowohl die Preisträgerin als auch die Stipendiaten ihre Werke im Dürener Hoesch-Museum ausstellen werden. Zumal sich 2016 die Gründung der Peill-Stiftung zum 30. Mal jährt. „Neben den drei Ausstellungen der Künstler werden wir dann das gesamte Haus der Geschichte der Stiftung widmen“, verspricht Museumsleiterin Dr. Renate Goldmann. Gezeigt werden sollen dann unter anderem auch die Schenkungen der bisherigen Preisträger und Stipendiaten, im Idealfall aber auch aktuelle Werke der Künstler, die in den letzten 30 Jahren unterstützt wurden, wie Stiftungsvorstand Dr. Eberhard Peill am Donnerstag betonte, denn: „Es soll eine repräsentative Ausstellung werden.“

Ausgesucht wurden die Preisträger von einer Jury, der unter anderem auch internationale Kuratoren angehören. „Rana Hamadeh zeichnet sich durch eine sehr politisch fokussierte Arbeit aus. Sie macht in ihren Werken deutlich, wie eine bestimmte Begrifflichkeit gewählt wird“, erläuterte Renate Goldmann. Wohingegen Mit-Stipendiat Robert Elfgen eher durch „eine künstlerisch-romantische Herangehensweise“ besteche und aus den verschiedensten Materialien neue Bildwelten erschaffe.

Die Romantik wird schon deutlich, wenn Elfgen seine Arbeit definiert: „Die ist wie ein Strandspaziergang. Ich sehe, was ich an Materialien finde und was ich daraus machen kann.“ Elfgen, der unter anderem schon in Galerien in Berlin, München oder beim Bonner Kunstverein ausgestellt hat, bekräftigte auch die Bedeutung des Stipendiums: „Selbst wenn man schon ein bisschen im Kunstmarkt bekannt ist, gibt diese Unterstützung eine große Sicherheit.“ Und im Idealfall, wie beabsichtigt, auch die nötige Zeit, den Raum und die Muße, mit neuer Energie in den kommenden knapp zwei Jahren neue Projekte zu realisieren, die dann in Düren gezeigt werden können.

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