Düren - Harfenist Tom Daun sorgt für Konzert vom Feinsten

Harfenist Tom Daun sorgt für Konzert vom Feinsten

Von: Jana Peterhoff
Letzte Aktualisierung:
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Brachte gleich vier Harfen mit: der Solinger Harfenist Tom Daun bei seinem Konzert in der Emmaus-Kapelle. Foto: Jana Peterhoff

Düren. Harfenmusik erklang unter dem Dach der Emmaus-Kapelle am Evangelischen Friedhof. In dem modernen Gebäude aus Stahl, Glas und Stein ertönten Klänge, die von vergangenen Zeiten erzählten. Töne, die einen rasch in andere Epochen, Länder und Lebensgeschichten versetzten. Mal fröhlich und verspielt, mal traurig und voller Sehnsucht. Die zahlreichen Zuhörer genossen ein Konzert vom Feinsten.

Tom Daun, einer der führenden Vertreter traditioneller und historischer Harfenmusik in Deutschland, kam nach Düren. Außer viel Erfahrung und den Notenblättern seltener Lieder und Melodien brachte der gelernte Gitarrist vier wunderschöne Instrumente mit.

Viele lauschten diesem Harfenzauber mit geschlossen Augen. Die Harfe schaffte es, das Publikum an den Hof der spanischen Könige, zu den spanischen Juden im Exil oder sogar bis nach Lateinamerika und hoch in das Andenhochland zu entführen.

Breites musikalisches Spektrum

Der Solinger Harfenist bot ein breites musikalisches Spektrum. Spanische Kompositionen der Renaissance, Melodien des Mittelalters und des Barocks, irisch-keltische Lieder und eigene Improvisationen hatte er für die Dürener parat. Er erzählte, wodurch sich die einzelnen Instrumente, wie die gotische und keltische Harfe, die barocke „Arpa doppia“ oder die kleine Harfe unterscheiden und führte mit interessanten, historischen Fakten und Legenden durch das Programm. Ein kurzweiliger Abschluss der Woche, der schöner nicht sein konnte.

Tom Daun veröffentlichte bislang neun Solo-CDs. Der Harfist erhielt an der britischen Universität in Edinburgh den „Master of Music“ und ist bis heute gefragter Gast auf Harfenfestivals in Edinburgh, Wien, Prag und Paraguay. Dauns besonderes Interesse gilt Kompositionen aus Renaissance und Barock. Er zählt zu den besten Interpreten auf der zweireihigen „Arpa Doppia“.

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