Düren - Hansi Hinterseer im Interview: „Bin mit Volksmusik aufgewachsen“

Hansi Hinterseer im Interview: „Bin mit Volksmusik aufgewachsen“

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Hansi Hinterseer und sein „Tiroler Echo“ gastieren am Samstag, 12. März, in der Arena Kreis Düren. Foto: stock/Sven Simon

Düren. Blond, blauäugig und unglaublich sympathisch – Hansi Hinterseer zählt zu den Publikumslieblingen im volkstümlichen Schlager. Im Gespräch mit unserer Mitarbeiterin Gudrun Klinkhammer spricht er über Sport, das Leben in der Natur und seine Musik.

Auf Ihrer Internetseite geben Sie als Hobbys diverse Sportarten an: Wandern, Skifahren, Waldlauf, Surfen, Fußball. Welcher ist denn Ihr derzeitiger Lieblingssport?

Hansi Hinterseer: Das Skifahren ist und bleibt mein Lieblingssport. Es ist für mich einfach ein Traum, auf zwei Brettern vom Berg aus hinabzugleiten und dabei die Natur zu genießen. Ich wünsche mir, dass ich noch sehr lange Sport treiben und Ski fahren kann.

Was halten Sie denn von der Entwicklung im Profisport? Ich nenne nur Olympia, Fußball-Weltmeisterschaft und die FIFA als Beispiele?

Hinterseer: Das Geschäftliche ist im Sport leider immer mehr in den Vordergrund gerutscht, die Sponsoren wollen sich gut verkaufen. Doch es ist nach wie vor der Sport, den die Leute sehen wollen. Ohne die Athleten geht nichts. Die Veranstaltungsstätten sind teilweise leider auch sehr zweifelhaft, da wird für einzelne Events etwas in eine Umgebung gebaut, die vielleicht gar nicht geeignet ist. Die Lösung liegt dabei oft so nah. Es gibt so viele gute Veranstaltungsstätten, die sich bereits bestens bewährt haben und wo alles vorhanden ist.

Sie sind auf der Seidlalm aufgewachsen, ohne elektrisches Licht und ohne Fernsehen. Wie sehen Sie das im Rückblick?

Hinterseer: Meine Kindheit war wunderschön, der Konsumgedanke lag bei null Prozent. Ich bin auf Skiern zur Schule gefahren. Die Familie war wichtig, Respekt, Toleranz, Zuverlässigkeit. Wir haben mit der Natur gelebt, mit den Jahreszeiten. Derartige Werte wurden gepflegt. In den vergangenen 30 Jahren hat sich das alles rasant geändert. Ich denke manchmal: Das kann so fast nicht weitergehen. Schön wäre es, wenn den Kindern wieder etwas von den damaligen Werten vermittelt werden würde.

Welche Musik hören Sie privat am liebsten?

Hinterseer: Mit der Volksmusik bin ich aufgewachsen, zudem liebe ich die Musik der 1960er, Blues, Soul und alles, was Rhythmus hat.

Sie erlebten eine beispiellose Karriere ohne Brüche. Worauf führen Sie das zurück?

Hinterseer: Sportler besitzen große Disziplin und ein Kämpferherz. Zudem hatte und habe ich immer gute Leute um mich herum. Zu den Fans habe ich ebenfalls ein super Verhältnis, die wissen, dass ich gerne für sie da bin. Und ich sage ehrlich: „So bin i, des kann i, und des mog i nit.“ Mit den Fans haben wir uns auf klare Grenzen zum Privaten geeinigt, und wir kommen wunderbar miteinander aus. Das gleiche gilt auch bei Dreharbeiten oder Interviews und Fototerminen für die Medienpartner.

Wie stellen Sie sich Ihr Leben im Alter vor?

Hinterseer: Na ja, momentan läuft alles gut und ich hoffe, dass das auch noch lange so bleibt. Das sind meine derzeitigen Gedanken zum Thema Alter. Einen Kopf mache ich mir darüber nicht wirklich.

Haben Sie eine Beziehung zu Düren?

Hinterseer: Keine spezielle. Ich trete an so vielen Orten auf, da geht man irgendwo vor dem Auftritt noch einen Kaffee trinken und freut sich auf das Erlebnis, auf der Bühne stehen zu dürfen. Einen Bezug zu einer Stadt, in der man nur für wenige Stunden zu Gast ist, baut man leider nicht auf. Eher zu Personen. In Düren wohnen zwei Fanclubleiterinnen von mir, insofern habe ich schon einen persönlichen Bezug.

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