Düren - Hanfplantage: Ex-Busunternehmer erhält Bewährungsstrafe

Hanfplantage: Ex-Busunternehmer erhält Bewährungsstrafe

Von: han
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Düren. „Die Strolche” sind es gewesen, die mit ihren Ermittlungen die Grundlage für die Verurteilung eines ehemaligen Busunternehmers gelegt haben. Der Angeklagte ist am Dienstag vom Dürener Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Hans Georg Wingen wegen Beihilfe zum Betäubungsmittelanbau zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Nach der einstigen Fernsehserie hatte sich die Kommission der Zollfahndung benannt, die vor längerer Zeit stutzig wurde, als auf einem Grundstück im Gewerbegebiet Rurbenden plötzlich Seecontainer auftauchten. Wachsam verfolgten sie mit Unterstützung des Bundeskriminalamtes die Entwicklung und schlugen dann im Februar 2009 zu.

Eine Tätergruppe hatte in den Containern eine professionelle Hanfplantage mit rund 1500 Pflanzen angelegt, die unter Kunstlicht mit Bewässerung und Bedampfung gezüchtet wurden.

Einige Verfahren gegen die Haupttäter sind inzwischen abgeschlossen, aber noch nicht rechtskräftig. Bei den Vernehmungen dieser Täter wurde der Busunternehmer belastet, der laut Anklage zunächst in das Unternehmen einsteigen wollte, aber aus finanziellen Gründen passen musste. Schließlich kostet es rund 12.000 Euro, einen Container so auszurüsten, dass er eine erfolgreiche „Ernte” abwerfen kann. Dann wurde der Grundstücksvermieter, der zunächst zwei Container selbst betreiben wollte, mit den „Plantagenbesitzern” offenbar auf andere Art einig und sollte alle drei Monate 5000 Euro als „Erntegeld” kassieren.

Alle Vorhaltungen bestritt der Angeklagte. Das Gericht glaubte jedoch, wenn auch mit leichtem Stirnrunzeln, dem Zeugen aus der Haftanstalt, weil dieser bei Vernehmungen detailliert aussagen konnte, wie sich die „Strolche” von der Zollfahndung als Zeugen erinnerten. Alles spreche dafür, dass der Angeklagte Bescheid wusste, stellte Hans Georg Wingen fest, der den Strafantrag des Staatsanwalts im Urteil um die Hälfte reduzierte, weil der Angeklagte bisher strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten war.
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