Handgemachtes mit Wucht und Präzision

Von: han
Letzte Aktualisierung:
bigband02_bu
Im Juni gibt die Big Band der Musikschule ein Konzert im Haus der Stadt. Dafür wird bereits fleißig geprobt. Foto: Schmitz

Düren. „Da wächst etwas heran”, ist sich Johannes Esser, Leiter der Dürener Musikschule sicher. Sein Kompliment bezieht sich auf die Big Band der Musikschule, von der man schon nach einigen Auftritten sagen kann, dass sie eine richtige Talentschmiede für die junge Generation ist. Vor knapp zwei Jahren gegründet, hat die Band mittlerweile schon ein durchaus beachtliches Leistungsniveau erreicht.

16 Jahre sind die Musikerinnen und Musiker der Formation im Durchschnitt alt -Êeines der jüngsten „Gewächse” in der Dürener Jazz-Landschaft, die ihrem Ziel, mit swingenden und rockenden Sounds das Publikum zu begeistern, immer näher kommt.

Trotz aller Erfolge im vergangenen Jahr - beispielsweise bei den Jazztagen oder einem Konzert im Friesenhof - hebt keiner ab. Dafür sorgt schon der musikalische Leiter Rolf Kratzborn. Mit seiner lockeren, aber bestimmten Art achtet er darauf, dass alle in der Tonspur bleiben. Nur so, ist er überzeugt, könne der rasante Entwicklungsprozess weiter gehen.

Wie weit die Band schon gekommen ist, kann man auf einer CD hören. Erst kürzlich bestritt das Ensemble eine erste Session in einem Tonstudio und nahmen Titel aus den Musikrichtungen Swing, Rock und Salsa auf. Die Aufnahmen der „Fat Cat Session” wurden im Studio von Rolf Kratzborn gemacht und waren für die jungen Musiker ein hartes Stück Arbeit. Unter professionellen Bedingungen mussten sie zwei Tage lang an ihre Grenzen gehen, berichtet der Dirigent, bevor Stücke wie „Amadeus”, „Salsa Nueva”, „Route 66”, „Fat Cat und „Knock on Wood unter Dach und Fach waren.

Es ist laut Kratzborn „ehrliche, handgemachte Musik” mit einem überraschenden Sound für eine Schüler-Big-Band. Alle Titel wurden durchgespielt, nichts wurde manipuliert oder nachgebessert. So sind kleine Fehler durchaus zu hören, aber die CD sollte auch, so Rolf Kratzborn, „ein Lernprozess und eine Standortbestimmung unter Live-Bedingungen sein”. Wer die Aufnahmen zum ersten Mal hört, ist schon überrascht mit welcher Wucht und Präzision die jungen Amateure schon spielen, bei Kompositionen und Arrangements auf schon beeindruckenden musikalischen Pfaden wandeln.

„Cool” fanden die Bandmitglieder ihre erste Aufnahme. Kritisch und gespannt verfolgten sie ihr Spiel, als die CD in den Räumen der Musikschule zum ersten Male abgespielt wurde. „Da bekommt man ein ganz anderen Bezug dazu”, war dann auch die Meinung der ersten Trompeterin, Veronika Flatten, der Sprecherin der Gruppe, für die das „Wir-Gefühl” in der Band wichtig ist und die CD ein Ansporn.

Im Juni gibt die Big Band der Musikschule ein Konzert im Haus der Stadt. Dann können sich die Zuhörer selbst von der schon jetzt vorhandenen Qualität überzeugen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert