„Handgemachte“ Blasmusik rund ums Haus der Stadt

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
6227048.jpg
Der Kreisverband Düren des Volksmusikerbundes NRW hat 25 Mitgliedsvereine mit fast 1000 Musikern, neun stellten ihr Können beim Kreismusikfest unter Beweis. Den Anfang machte der Musikverein „Gut Klang“ aus Eschweiler über Feld. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Es hat beim Stadtfest immer ein buntes Angebot speziell für Familien gefehlt“, findet Michael Rosenkranz, Vorsitzender des Kreisverbandes Düren des Volksmusikerbundes Nordrhein-Westfalen. „Und das wollen wir mit unserer Aktion den Menschen anbieten.“

Dass das Kreismusikfest am Stadtfestsonntag in Düren stattfindet, ist schon lange Tradition, dass es als riesiges Familienspektakel mit Mitmachzirkus, lebensgroßen Comicfiguren, Instrumentenausstellung und einem Bücherflohmarkt des Fördervereins der Stadtbücherei durchgeführt wird, ist dagegen absolute Premiere.

„Für uns war das ein Experiment, das Kreismusikfest in so einem großen Rahmen stattfinden zu lassen“, sagt Michael Rosenkranz. „Und ich kann wirklich sagen, dass dieses Experiment gelungen ist. Wir haben sehr viel Laufkundschaft, die bei uns vorbeikommt, das ist einfach schön.“

Natürlich kam aber auch die Musik nicht zu kurz, neun der 35 Mitgliedvereine des Kreisverbandes Düren des Volksmusikerbundes stellten ihr musikalisches Können unter Beweis – und zeigten eindrucksvoll, dass Blasmusik alles andere ist als nur Volkslieder und Märsche. Teilweise wurde es mit den Orchestern sogar richtig rockig, dann wieder gab es bekannte Popballaden – ganz neu, ganz anders interpretiert.

Michael Rosenkranz und seinen Mitstreitern war es gelungen, eine gute Mischung von Spielmannszügen und Orchestern für das Musikfest zu verpflichten. Mit von der Partie waren beim Kreismusikfest diesmal der Musikverein „Gut Klang“ aus Eschweiler über Feld, das Jugendorchester der Bläservereinigung Merode, das Tambourcorps Grün-Weiß Schlich, das Jugendorchester „Brass for Spaß“, der Musikverein Hochkirchen, die Brass Band Düren, das Tambourcorps Blau-Weiß Kufferath, das Jugendorchester Gey und der Musikverein Rheinklänge Gey.

„Unser Kreisverband“, so Michael Rosenkranz, „ist ein relativ junger Verband. Bei uns sind rund 1000 Musiker Mitglied, über 60 Prozent von ihnen sind jünger als 26 Jahre. Man kann also überhaupt nicht sagen, dass junge Leute sich nicht für diese Art Musik interessieren.“

Trotzdem, so Rosenkranz weiter, sei das Kreismusikfest natürlich immer auch eine Möglichkeit, um für Nachwuchs für die Musikvereine zu werben. „In Düren ist das zum Beispiel sehr durchwachsen“, sagt er. „Wir haben Musikvereine, die sehr viele junge Mitglieder haben, aber wir haben auch Spielmannszüge, die sich sehr schwer tun. Ohne Zweifel ist dieses Fest also eine gute Möglichkeit für uns, uns zu präsentieren.“

Den Dürenern hat das Kreismusikfest ohne Zweifel Spaß gemacht. Viele schauten im Laufe des Nachmittags einmal am Haus der Stadt vorbei und genossen „handgemachte“ Blasmusik.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert